Amazon schafft beliebte Zahlungsart ab

Wirtschaft

Viele Menschen, die regelmäßig bei Amazon einkaufen, schätzen die Monatsabrechnung: Mehrere Bestellungen konnten gesammelt und erst am Ende des Monats bezahlt werden. Doch damit ist in Österreich bald Schluss. Amazon schafft die Zahlungsoption hierzulande ab. Hintergrund sind neue EU-Vorgaben für Verbraucherkredite, die ab 20. November in Österreich gelten.

Künftig erhält jede Bestellung eine eigene Rechnung, die innerhalb von 14 Tagen bezahlt werden muss. Das gilt auch für Abonnements. Der Rechnungskauf selbst bleibt erhalten, wegfällt lediglich die Möglichkeit, mehrere Einkäufe in einer gemeinsamen Monatsabrechnung zu bündeln.

Das Unternehmen verweist darauf, dass die Anpassung der bisherigen Monatsabrechnung an die neuen Vorschriften den Bezahlvorgang deutlich komplizierter gemacht hätte. Man habe sich daher für den „klassischen Rechnungskauf“ entschieden.

Regeln für Kredite werden deutlich verschärft

Auslöser der Umstellung ist das neue Verbraucherkreditrechtsänderungsgesetz, mit dem Österreich eine europäische Richtlinie umsetzt. Ziel der Reform ist es, Konsumenten besser vor Überschuldung zu schützen. Künftig gelten auch für Kleinkredite unter 200 Euro sowie für sogenannte „Buy now, pay later“-Modelle weitgehend dieselben Regeln wie für klassische Kredite.

Anbieter müssen Verbraucher ausführlicher über Bedingungen, Kosten und Rücktrittsrechte informieren. Zudem werden strengere Bonitätsprüfungen vorgeschrieben. Ein Kredit oder Zahlungsaufschub darf nur dann gewährt werden, wenn davon auszugehen ist, dass der Kunde seine finanziellen Verpflichtungen auch erfüllen kann.

Klarna sieht sich für neue Regeln gerüstet

Die Änderungen treffen nicht nur Amazon. Auch Anbieter wie Klarna, deren „In 30 Tagen zahlen“-Angebote beim Online-Shopping weit verbreitet sind, müssen die neuen Vorgaben erfüllen.

Das Unternehmen sieht sich allerdings gut vorbereitet und verweist darauf, viele der nun vorgeschriebenen Maßnahmen bereits umgesetzt zu haben. Dazu zählen Bonitätsprüfungen sowie transparente Informationen über Kosten und Vertragsbedingungen.

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Klarnas bekannte Funktion „In 30 Tagen zahlen“ wird aufgrund der neuen Regeln nicht abgeschafft. Dass diese Option zuletzt bei einigen Händlern vorübergehend nicht verfügbar war, führte Klarna auf einen internen Fehler zurück. Dieser sei mittlerweile behoben.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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