Smartphones mit aufsteckbaren Teleobjektiven im Test

Wirtschaft

Das Ultra-Segment ist jene Smartphone-Kategorie, die am obersten Ende der Spitzenklasse steht. Das hat aber seinen Preis. Ultra-Handys stoßen nicht selten in Preisbereiche um die 2.000 Euro vor. Dass diese Smartphones so nicht zum Verkaufsschlager werden, ist den Herstellern dabei klar. 

Primäres Ziel ist es, neue Maßstäbe zu setzen und durch eine technologische Vorreiterrolle eine klare Alleinstellung am Markt zu erzielen. So will man mit der eigenen Marke aus der Masse der Konkurrenz hervorstechen. Zwei solche Ultra-Handys konnte der KURIER unter die Lupe nehmen: das Vivo X300 Ultra sowie das Oppo Find X9 Ultra.

Externes Teleobjektiv

Bei den Kern-Komponenten der Smartphones gibt es heute kaum mehr Luft nach oben. Selbst Mittelklasse-Handys haben in der Regel gute Displays und schnelle Prozessoren. Die Ultra-Modelle setzen daher auf eine andere Strategie, um sich abzugrenzen. Vivo und Oppo schicken spezielles Zubehör ins Rennen. 

Ähnlich wie Systemkameras haben sowohl das Oppo Find X9 Ultra als auch das Vivo X300 Ultra ein ansteckbares Teleobjektiv mit einer Brennweite von 300 beziehungsweise 400 Millimetern, die einen hohen Zoomfaktor ermöglichen. Montiert werden die sogenannten „Tele-Extender“ über einen mechanischen Verschluss, wie man es von Kameras kennt.

Hohe Bildqualität 

Beide Ultra-Handys nehmen mit ihren ansteckbaren Teleobjektiven hervorragende Bilder auf. Die Fotos werden gestochen scharf und lassen kaum Spielraum für Kritik – sowohl bei Tages- und Kunstlicht als auch in der Dämmerung oder bei Nacht. Auch ohne die ansteckbaren Tele-Extender liefern beide Geräte eine hohe Bildqualität. Haupt- und Weitwinkelkamera können überzeugen. 

Zudem haben beide Geräte auch optische Teleobjektive direkt im Gehäuse verbaut, die ebenso hochwertige Fotos liefern. Das Vivo X300 Ultra kommt damit auf einen 3,7-fachen optischen Zoom, das Oppo Find X9 Ultra hat neben dem dreifachen optischen Zoom noch ein weiteres Tele integriert, das auf einen zehnfachen optischen Zoom kommt.

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Maximal unpraktisch

Weil die Handys ohnehin bereits ein Tele haben, stellt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit der zusätzlichen Tele-Extender. Auch wenn sie etwas mehr Zoom ermöglichen, sind sie maximal unpraktisch. Da man das Handy samt wuchtigem Teleobjektiv nicht in eine Tasche packen wird, muss das Tele jedes Mal neu montiert werden, um es nutzen zu können. 

Befindet sich der Tele-Extender am Handy, ist ein rasches Wechseln auf die anderen Objektive – Weitwinkel und Hauptkamera – nicht möglich, weil das aufgesteckte Tele ihnen die freie Sicht versperrt. Übrigens: Damit ein solcher Tele-Extender überhaupt am Smartphone montiert werden kann, ist eine spezielle Handy-Hülle notwendig, die recht üppig ausfällt und die ohnehin schon großen Geräte noch klobiger macht.

Fazit

Technisch gesehen gelingt es Vivo und Oppo mit ihren Tele-Extendern die Brücke zwischen Smartphone-Fotografie und herkömmlicher Fotografie zu schlagen. Der Anspruch scheitert aber an der Praxis und der Handhabung. Denn die Handy-Fotografie besticht in erster Linie durch ihre Unkompliziertheit. 

Sie lebt davon, dass man das Handy immer griffbereit hat, dass man die Kamera in wenigen Sekunden einsatzbereit hat. Bestenfalls liefert das Smartphone selbst bei spontanen Einsätzen hochwertige Bilder und Videos. All das trifft auf die beiden Ultra-Handys und ihre integrierten Kameras zu, nicht aber auf die Tele-Extender, die im Alltag sperrig wirken.

Hohe Preise

Schwierig wird es auch beim Preis: Vivo verlangt für sein X300 Ultra 1.999 Euro. Für …read more

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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