Millionenpleite eines ambitionierten Metallbauunternehmens

Wirtschaft

„Die KINASTBERGER GmbH ist ein familiengeführtes Unternehmen und hat sich seit über 30 Jahren einen bekannten Namen im Metall- und Stahlbau bei vielen Architekten- Privatkunden und Baumeistern gemacht. Unsere langjährigen Erfahrungen bilden die Basis unserer individuellen Konzepte, verbunden mit Präzision und handwerklichem Können. Unser hoch motiviertes Team hat weitreichende Erfahrung im Unternehmen und wurden bei uns selbst ausgebildet, sie stellen sich immer wieder fordernden Aufgaben“, heißt es auf der Homepage. „Durch unsere langjährige Tätigkeit und die Anforderungen unserer Kunden, haben wir weitere Geschäftsfelder etabliert. So haben wir ebenso Gesamtlösungen für Stahl/ Edelstahl/ Alu/ Messing/ Kupfer/ Glasbau/ Kunststoffe/ Holz/ Beschriftungen und Folien, auch decken wir die Gesamtpalette als Fahrzeugeinrichter ab und zeigen uns kreativ im Bereich des Metalldesigns! Angefangen bei der Konzepterstellung über Detailplanung 3D-Planung, in Zusammenarbeit mit Architekten und Bauherren, über die Fertigung und Montage bis hin zur Übergabe, liefern wir Ideen komplett aus einer Hand.“

Über das Vermögen der Kinastberger GmbH mit Sitz in der Tullner Straße 52 in Altlengbach wurde am Montag aufgrund eines Eigenantrages beim Landesgericht St. Pölten ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Das bestätigt Creditreform dem KURIER. Rund 80 Gläubiger und 11 Dienstnehmer sind von der Pleite betroffen.

Das Unternehmen beschäftigt sich mit der Planung, Fertigung und Montage von Metallkonstruktionen, außerdem mit Glasgeländern, Brandschutzelementen, der Restaurierung von historischen Metallgewerken, der Wartung und Prüfung von Toranlagen, Beschattungs- und Outdoorlösungen, Sandstrahlung und Oberflächenbearbeitung.

Die Insolvenzursachen

„Die Insolvenzursachen liegen in den wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie 2020, wodurch es zu einem massiven Umsatzeinbruch kam. Obwohl sich die Auftragslage schrittweise stabilisierte, konnten die entstandenen Umsatz- und Ergebnisrückstände nicht vollständig aufgeholt werden“, so Creditreform. „Parallel dazu kam es in den Folgejahren zu erheblichen Preissteigerungen bei Materialien und Vorprodukten, insbesondere im Metall- und eisenverarbeitenden Bereich, die aufgrund bestehender Aufträge, des  Wettbewerbsdrucks sowie zeitlich verzögerter Preisanpassungen nicht an die Kunden weitergegeben werden konnten. Es stiegen auch die Personalkosten im Metall- und eisenverarbeitenden Gewerbe und verschärfte sich der Fachkräftemangel.“

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Und weiters heißt es: „Dazu kamen Forderungsausfälle und nicht bzw. verspätet eingegangene Zahlungen. Im laufenden Jahr kam es zu mehreren erheblichen Ausfällen, insbesondere beim Bauvorhaben Vivenotgasse, bei dem ein Ausfall von 150.000 Euro zu verzeichnen war.“

Die Zukunft

Den Gläubigern wird ein Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent angeboten. „Zur Sanierung des Unternehmens soll bei der Auftragsannahme selektiver vorgegangen werden. Aufträge mit unzureichenden, nicht belastbaren Deckungsbeiträgen oder problematischen Auftraggebern sollen künftig nicht mehr angenommen werden. Die Kostenstruktur soll dadurch verbessert werden, dass Fertigungsarbeiten zum Teil ausgelagert werden“, so Creditreform.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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