Neue kununu-Funktion: Wie zufrieden sind Mitarbeiter wirklich?

Wirtschaft

Die Arbeitgebervergleichsplattform kununu hat nach einer Pilotphase eine neue Funktion eingeführt: Puls. Hier können Mitarbeitende einmal wöchentlich anonym ihre aktuelle Stimmung im Job öffentlich im Netz teilen. Die Ergebnisse erscheinen zusammengefasst im Unternehmensprofil. Warum es die neue Funktion gibt, weiß Sandra Bascha von kununu Österreich.

KURIER: Beschäftigte in Unternehmen können jetzt wöchentlich ihre aktuelle Stimmung auf kununu teilen. Birgt eine Impulsabfrage aber nicht auch das Risiko, ein verzerrtes Bild zu erzeugen? Bekanntlich teilt man eher Negatives als Positives.

Nachname: Grundsätzlich zeigt eine wissenschaftliche Untersuchung der Hochschule Fresenius in Hamburg, dass rund zwei Drittel der Bewertungen auf kununu positiv oder sehr positiv sind. Dem gegenüber stehen rund 20 Prozent, die ihr Unternehmen negativ oder sehr negativ bewerten. Ein ähnlich ausgewogenes Stimmungsbild zeigen unsere Testläufe für Puls. Wer einen Puls für den eigenen Arbeitgeber abgibt, kann anschließend die aktuellen Ergebnisse aller Arbeitgeber in dieser Woche einsehen – ein spannender Einblick nicht nur für Beschäftigte, sondern auch für Menschen, die sich beruflich orientieren und potenzielle Arbeitgeber vergleichen möchten.

Was haben die ersten Testläufe ergeben und wo liegt der Mehrwert für alle Beteiligten?

Puls wird von unseren Nutzerinnen und Nutzern bislang sehr gut angenommen. Der Mehrwert liegt vor allem im schnelleren und kontinuierlichen Feedbackkreislauf: Beschäftigte können Themen unmittelbar ansprechen, während Arbeitgeber sowohl kurzfristig auf konkrete Anliegen reagieren als auch mittelfristig Stimmungen, Entwicklungen und wiederkehrende Themen erkennen können. Erste Beispiele zeigen, wie konkret dieser Mehrwert sein kann. So wurden etwa sehr hohe Temperaturen in Büroräumen gemeldet, woraufhin Unternehmen entsprechende Maßnahmen ergriffen haben.

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Wären solche Feedbackschleifen intern nicht zielführender statt im Netz vor den Augen aller?

Interne Befragungen finden häufig in größeren Abständen statt und messen damit vor allem, was bereits passiert ist. Sie liefern eine strukturierte Bestandsaufnahme, während Puls kontinuierlich aktuelle Stimmung sichtbar macht. Die Atmosphäre im Arbeitsalltag kann sich schneller verändern, als es jährliche Befragungen abbilden können.

Wie transparent wollen Unternehmen sein? Gab es schon Rückmeldungen auf Puls?

Die Rückmeldungen auf Puls fallen unterschiedlich aus. Viele Arbeitgeber sehen darin die Chance, aktuelles Feedback frühzeitig aufzugreifen. Andere äußern noch Vorbehalte oder beobachten zunächst, wie sich das neue Format entwickelt. Das ist bei einem Angebot, das zusätzliche Transparenz schafft, nachvollziehbar.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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