
Zwei Tage lang hielten die Republikaner in Dallas ihren Parteitag ab. Es ging darum, die MAGA-Basis auf die Kongress-Zwischenwahlen – den sogenannten Midterms – im November einzuschwören. Denn dort droht der Partei von Donald Trump eine empfindliche Schlappe.
Entsprechend scharf fielen die Attacken in Richtung politischer Gegner aus. „Die Demokraten sind die Partei des Hasses“, sagte Vizepräsident JD Vance am zweiten Tag in Dallas. Sie seien „die Partei, die Amerika und die Menschen, die es aufgebaut haben, verachtet“.
Am Vorabend des 25. Jahrestags der islamistischen Anschläge auf die USA vom 11. September 2001 warf Vance den Demokraten gar vor, in ihren Reihen gebe es Politiker, welche die damaligen Angriffe der „Terroristen“ rechtfertigen würden.
Gedenken an Charlie Kirk
Ein Jahr nach dem tödlichen Angriff auf Charlie Kirk würdigte Vance zudem den rechten Aktivisten. „Es wird in die Geschichte eingehen, dass euer Vater ein großartiger Mann war“, sagte Vance in Bemerkungen, die an die Kinder Kirks adressiert waren. Die Menge brach daraufhin in „Charlie, Charlie“-Rufe aus.
Der rechte US-amerikanische Aktivist Charlie Kirk war am 10. September 2025 erschossen worden, als er auf einem Uni-Campus im Bundesstaat Utah im Freien gesprochen hatte. Kirk machte sich in konservativen Kreisen als Verfechter der Meinungsfreiheit einen Namen. Mit seiner Organisation Turning Point USA (TPUSA) besuchte er Hochschulen und forderte Studierende – vor allem solche mit anderer politischer Haltung – zur Debatte heraus. Kritiker warfen ihm rassistische, homophobe, transfeindliche und sexistische Ansichten vor.
Als prominenter Vertreter der Bewegung „Make America Great Again“ (MAGA) trug Kirk dazu bei, US-Präsident Donald Trump unter jungen Wählern populärer zu machen. Er galt als enger Vertrauter nicht nur von Vance, sondern auch von Trumps ältestem Sohn, Donald Trump Junior. Der Präsidentensohn würdigte Kirk beim Parteitag der Republikaner als Kämpfer für „Glauben, Familie, Freiheit und Patriotismus“.
5.000 Dollar für jeden US-Bürger?
Trump hatte am Mittwoch mit dem Versprechen für Aufsehen gesorgt, sollten die Republikaner die Kontrolle über beide Kongresskammern behalten, würde jeder erwachsene US-Bürger 5.000 Dollar erhalten. Es war das erste Mal, dass ein Republikaner-Parteitag vor den Kongresswahlen stattfand. Formale Parteiangelegenheiten standen nicht auf dem Programm. Normalerweise werden Parteitage in den USA vor den Präsidentschaftswahlen abgehalten.
Ob das überhaupt erlaubt ist und was das kosten würde, lesen Sie hier:
Source:: Kurier.at – Politik



