
Der Online-Supermarkt gurkerl.at war für zwei Tage auch stationär präsent. Am Freitag und Samstag wurde der „Saftladen“ von Ali Juus in Wien-Neubau zum Pop-Up-Store umfunktioniert. Dort wurde aber nichts verkauft, sondern das Frischwarensortiment, vor allem Gemüse und Obst aus der Region, präsentiert. Die Wiener Saftmanufaktur von Ali Juus ist selbst ein Gurkerl-Partner und verkauft über den Online-Shop seine frisch gepressten Säfte. „Wir liefern unsere Säfte auch ins Hotel Imperial oder Sofitel. Die Gurkerl-Kunden erhalten somit die gleiche Qualität wie die Fünf-Stern-Hotelgäste“, sagte der Geschäftsführer von Ali Juus, Hasan Ali-Ider.
Gurkerl vertreibt neben der üblichen Supermarkt-Ware auch Frischwaren von rund 200 Produzenten aus Wien und dem Wiener Umland. Dabei setzt man besonders auf Produkte, die es bei anderen Supermärkten nicht gibt, etwa Backwaren von Öfferl, Gemüse vom Wiener Gemüsepionier Blün oder Michi Bauer sowie Austernpilze von der Wiener Pilzzucht Hut & Stiel. Außerdem sind Produkte von Wiener Gastrobetrieben verfügbar. Insgesamt umfasst das Sortiment aktuell insgesamt 17.500 Produkte. Die Hauszustellung soll in der Regel innerhalb von drei Stunden nach Bestellung erfolgen.
Eigenmarken-Sortiment wird ausgebaut
„Dank kurzer Wege kommen frisches Gemüse, Gebäck und hochwertige Spezialitäten besonders frisch bei unseren Kundinnen und Kunden an“, erklärte Richard Harris, Geschäftsführer von Gurkerl in Österreich. Man will den Wienern alles bieten, was sie für ihren Wocheneinkauf brauchen. Neben regionalen Produkten und Foodtrends wie Riesenavocados will Gurkerl mit mehr Eigenmarken auch im Einstiegssegment punkten. Als Trends nennt Harris vor allem vorgeschnittenes Gemüse für die schnelle Küche.
Operativ erstmals positiv
Der 2020 in Österreich gestartete Online-Supermarkt gehört zu der im Jahr 2014 gegründeten tschechischen Rohlik-Gruppe. Diese ist aktuell in Tschechien, Ungarn, Deutschland, Österreich und Rumänien aktiv. In Österreich beschäftigt Gurkerl aktuell rund 250 Mitarbeiter. Für die von einem Partner durchgeführte Hauszustellung sind 230 Mitarbeiter beschäftigt.
Das Geschäft läuft gut. So stieg die Zahl der aktiven Kunden von Juli 2025 bis Juli 2026 um 50 Prozent auf 35.000 pro Monat. Diese tätigen mehr als 100.000 Bestellungen im Monat. Nach jahrelangen Verlusten – auch wegen hoher Investitionen in das neue Logistikzentrum in Wien-Liesing – sei man seit drei Monaten operativ positiv, sagt Harris. Eine weitere Expansion in andere Städte sei vorerst nicht geplant, man wolle zunächst den Großraum Wien gut bedienen.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



