Wiederkehr gegen Verkürzung der Sommerferien

Politik

Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos) ist deutlich gegen eine Verkürzung der Sommerferien, wie dies die Präsidentin der Wirtschaftskammer (WKÖ), Martha Schultz, gefordert hat. „Kinder und Jugendliche brauchen ausreichend Zeit im Sommer, um Kraft und Energie für das neue Schuljahr zu tanken“, argumentierte er in einer schriftlichen Stellungnahme auf APA-Anfrage. „Eine generelle Verkürzung der Sommerferien sehe ich daher nicht.“

Schultz, die auch Chefin des ÖVP-Wirtschaftsbundes ist, hatte in der Ö1-Reihe „Im Journal zu Gast“ am Samstag gemeint, sechs statt der derzeit neun Wochen Sommerferien seien ausreichend. Hauptargument für ihre Forderung ist die Situation der Mütter, die noch immer die meiste Care-Arbeit übernehmen würden. Sowohl aus ihrer Branche, als auch aus anderen Bereichen höre sie „Klagen über die langen Sommerferien“, meinte Schultz.

Wiederkehr sieht dies anders: Mit der Sommerschule, die für diejenigen, die nicht ausreichend Deutsch sprechen, auch verpflichtend ist, „leisten wir einen Beitrag, um einerseits die Betreuung für Erziehungsberechtigte – und das sind nicht nur Frauen – zu erleichtern.“ Außerdem müssten Sommercamps, wie sie etwa in Wien angeboten werden, österreichweit noch deutlich ausgebaut werden. So würden Erziehungsberechtigte entlastet, während Kinder und Jugendliche sich erholen könnten.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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