Kroatischer Investor übernimmt Traditionsunternehmen ADA Möbelwerke nach Insolvenz

Wirtschaft

Die ADA Möbelwerke aus Anger in der Oststeiermark bekommen einen neuen Eigentümer. Der kroatische Möbelunternehmer Renato Radić übernimmt das im März 2026 in die Insolvenz geschlitterte Traditionsunternehmen. Der Sanierungsplan der ADA Möbelwerke Holding AG wurde im August 2026 von der Gläubigern angenommen. Die Finanzierung des operativen Geschäfts sei durch den neuen Eigentümer gesichert, teilte das Unternehmen mit. Unklar ist, wie viele Arbeitsplätze vom neuen Eigentümer übernommen werden. 

ADA soll als eigenständiges Unternehmen mit eigener Marke, Geschäftsführung und Vertrieb weitergeführt werden. Der Hauptsitz bleibt in der Steiermark, die Produktion in Ungarn und Rumänien läuft weiter. Auch Eigenmarken, White-Label-Geschäft und Lizenzkooperationen werden fortgesetzt. Details zum Kaufpreis wurden nicht genannt.

Radić führt das kroatische Familienunternehmen Prima mit Sitz in Bjelovar, nach eigenen Angaben der größte Möbelhersteller Kroatiens. Prima wurde 1995 gegründet. „Ich denke in Generationen, nicht in Quartalen“, ließ Radić in einer Aussendung ausrichten. Eine Wiederaufnahme der Fertigung in Österreich werde „eingehend geprüft“.

ADA wurde 1900 als Seilerei gegründet und 1957 von Alois Derler als Möbelfabrik angemeldet. Ab 1992 entstanden Produktionsstandorte in Ungarn und Rumänien. Das Unternehmen stellt Polstermöbel, Betten und Matratzen her.

Bestehende Aufträge sollen vollständig abgearbeitet, zugesagte Garantieleistungen eingehalten werden. Vom 20. bis 24. September will ADA auf der Möbelmesse M.O.W. in Bad Salzuflen die neue Kollektion „Alpine“ präsentieren.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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