OeNB-Warnung: Mehr faule Kredite bei Gewerbeimmobilien

Wirtschaft

Der österreichische Gewerbeimmobilienmarkt steht laut einer aktuellen Erhebung der Österreichischen Nationalbank (OeNB) wegen gestiegener Kreditausfälle unter Druck. Die Quote notleidender Kredite für Gewerbeimmobilienkredite sei per Ende 2025 auf 8,3 Prozent gestiegen. 

Betroffen seien Finanzierungen von gewerblichen Wohnimmobilien wie den Zins- und Miethäusern im Alleineigentum. Hier ist die Quote bis Ende 2025 auf 14,1 Prozent gestiegen. Verschärft wird die Situation dadurch, dass ein Großteil der Kredite variabel verzinst ist.

Die Entwicklung ist für die Stabilität des Finanzsystems wichtig, da Kredite für Gewerbeimmobilien 43 Prozent des gesamten Kreditvolumens an Firmen bei österreichischen Banken ausmachen. Als Reaktion auf die gestiegenen Risiken haben die Aufsichtsbehörden Maßnahmen ergriffen: Die Finanzmarktaufsicht hat einen sektoralen Systemrisikopuffer für Gewerbeimmobilienkredite in Höhe von einem Prozent eingeführt, der im Juli 2026 auf zwei Prozent erhöht wurde. Eine weitere Anhebung auf 3,5 Prozent ist für Juli 2027 geplant.

Positiv ist laut den OeNB-Experten, dass die Ausfallquote beim Wohnen stabil ist. Die Haushalte sind heute besser gegen weitere Zinserhöhungen abgesichert, das Neugeschäft bei Wohnkrediten wächst, der Vergabestandard bei Wohnkrediten sei mittlerweile vernünftig. Wichtig ist es nun, nur dort neu zu bauen, wo ausreichend Vorverwertungsquoten erzielbar sind.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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