Bundesheer: Vodosek übernahm als neuer Generalstabschef

Politik

Der bisherige Nationale Rüstungsdirektor Harald Vodosek hat am Dienstag bei einem Festakt in der Maria-Theresien-Kaserne das Amt des Generalstabschefs übernommen. Bei der offiziellen Kommandoübergabe wurde gleichzeitig sein Vorgänger, Rudolf Striedinger, in den Ruhestand verabschiedet. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) würdigte Striedinger für dessen Arbeit und zeigte sich überzeugt, dass Vodosek „seiner neuen Aufgabe gerecht wird“.

Die Verteidigungsministerin erinnerte daran, dass Striedinger nach der Corona-Pandemie und vor dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine in durchaus bewegten Zeiten das Amt übernommen hatte. Er habe mit seiner „unnachgiebigen, ruhigen Art vieles möglich gemacht“, so Tanner. Zudem sei er ein Offizier von „besonderer Loyalität“. Tanner wünschte ihm alles Gute für seinen neuen Lebensabschnitt.

Mit Vodosek sei „kein Unbekannter“ neuer Generalstabschef geworden, betonte die Verteidigungsministerin. Dieser habe sich einem „anstrengenden Auswahlverfahren gestellt“ und einem Gespräch mit ihr, so Tanner: „Das ist auch kein leichtes gewesen.“ Vodosek habe den vom stellvertretenden Generalstabschef Bruno Hofbauer entwickelten „Aufbauplan 2032+“ mit „Leben erfüllt“, so Tanner. Die unter ihm getätigten Beschaffungen seien nun die Basis für die Entwicklung des Bundesheeres.

Vodosek dankte Tanner für entgegengebrachtes Vertrauen

Vodosek bezeichnete den heutigen Tag als „Augenblick der Dankbarkeit und Augenblick tiefer Demut“. Er dankte Tanner für das „entgegengebrachte Vertrauen“ und nannte dieses als Beleg für die bisherige „vertrauensvolle Zusammenarbeit“. Zudem erinnerte er daran, dass die „Mission Vorwärts“ und der „Aufbauplan 2032+“ ohne das Zutun der Verteidigungsministerin nicht „denkbar“ wären. Zudem mahnte der neue Generalstabschef, dass „der Krieg auf den Kontinent zurückgekehrt“ sei und die Neutralität „kein Schutzschild“ sei. Sie verlange den Willen, „das Eigene zu schützen“. Auch plädierte er, Sicherheit in einem breiteren Kontext als „umfassende Landesverteidigung“ zu sehen.

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Auch Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) verwies in seiner Ansprache darauf, dass sich die Welt in vielen Bereichen verändert habe: „Und das in einem Tempo“. Dies habe Unsicherheit erzeugt. „Wir werden aber die alten Muster, die gute alte Zeit nicht wiederfinden.“ Es gebe in der Geschichte kein „Zurück in die Vergangenheit“. Man müsse sich den Herausforderungen stellen. Dafür brauche es „Stabilität, Klarheit und Führung“. Das Bundesheer müsse die Verteidigungsfähigkeiten den neuen Bedrohungslagen anpassen. Die Regierung werde dafür die nötige Unterstützung bereitstellen, verwies Stocker auf die Absicht, das Verteidigungsbudget auf zwei Prozent des BIP zu heben sowie auf den Aufbauplan 2032+ und die beabsichtigte Stärkung der Miliz.

Vodosek hatte sich gegen fünf Bewerber durchgesetzt

Vodosek, der seit 2021 die Direktion 5 – Beschaffung geleitet hat, setzte sich gegen fünf weitere Bewerber im Rennen für den höchsten Posten im heimischen Militär durch. Der Generalstabschef ist der höchstrangige Offizier des Bundesheeres und leitet den Generalstab, der direkt dem Verteidigungsministerium unterstellt ist. Er ist der wichtigste militärische Berater der Ministerin bzw. des Ministers und führt die Truppe operativ.

Striedinger, der vor Kurzem 65 Jahre alt geworden ist, war im Oktober 2022 Chef des Generalstabes geworden. Zuvor hatte er die Funktion interimistisch bekleidet, weil sein Vorgänger Robert Brieger für die Leitung des EU-Militärausschusses (EUMC) nach Brüssel gegangen war.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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