
Wer Austria gegen Inter Mailand sagt, der muss auch Prohaska sagen. 81 Spiele hat Jahrhundert-Veilchen Herbert Prohaska für die Nerazzurri von 1980 bis 1982 absolviert. Dabei hat die violette Vereinslegende immerhin elf Tore erzielt und den italienischen Cup gewonnen.
Im Herbst 1983 kam es zum bislang letzten Duell Austria gegen Inter. Prohaska war schon wieder zurück aus Italien und die Veilchen feierten im Achtelfinal-Hinspiel im UEFA-Cup einen 2:1-Heimsieg. Auswärts wurde der Aufstieg dann mit einem 1:1 besiegelt. Am Donnerstag, knapp 43 Jahre später, kommt es in der Champions League der Frauen wieder zum Duell Violett gegen Schwarz-Blau (18.45/live ORF Sport+). Und wieder taucht der Name Prohaska im Austria-Kader auf.
Verteidigerin Virginia Kirchberger hat im Sommer ihre Partnerin, die Ex-ÖFB-Spielerin Nadine Prohaska, geheiratet – und trägt jetzt einen Doppelnamen. Für sie und ihre Kolleginnen steht das erste Heimspiel in der Königsklasse an. Der Respekt vor Inter ist natürlich groß. „Inter ist natürlich ein großer Name, sie haben in den letzten Jahren auch viel investiert“, weiß Trainer Stefan Kenesei. „Sie sind qualitativ sicher sehr hoch anzusiedeln. Aber genau das haben wir uns gewünscht, dass wir uns mit den Besten messen dürfen.“
Positive Gefühle
Die Premiere in der Champions League haben die Austrianerinnen zwar verloren, aus der unglücklichen 0:1-Niederlage bei Chelsea könne man aber einiges mitnehmen, wie auch Verteidigerin Verena Hanshaw bestätigte: „Viele positive Gefühle auf jeden Fall. Wir haben gesehen, dass wenn alle bei 100 Prozent sind, dann ist viel möglich im Fußball.“ Dementsprechend wolle man auch ins Spiel gegen Inter mit derselben Einstellung und viel Mut gehen.
Ihr Trainer sieht das ähnlich, weiß aber auch: „Im Fußball geht’s um Tore und Punkte.“ Dementsprechend hofft er auf eine Steigerung. „Die Intensität gegen den Ball und die Klarheit mit dem Ball müssen wir beibehalten. Wo wir zulegen müssen, das ist die Chancenverwertung.“ Nur so könne man etwas Zählbares mitnehmen. „Wir sind hungrig auf den ersten Punkt.“
Hanshaw hat selbst in Italien bei AS Rom gekickt und kennt Inter: „Sie sind technisch extrem gut. Was uns aber zugutekommen kann, ist das körperliche Spiel. Das mögen sie in Italien nicht, so können wir sie knacken.“
Source:: Kurier.at – Sport



