
Mit der Schnellschätzung für September lag die Statistik Austria richtig. Das Endresultat für den aktuellsten Inflationswert ergibt 3,6 Prozent. Im August lag der Verbraucherpreisindex bei 3,2 Prozent. Die Steigerung liegt vor allem an höheren Treibstoff- und Heizölpreisen. Aber auch der Dienstleistungsbereich ist ein bedeutender Inflationstreiber. In der Gastronomie zahlte man um 4,4 Prozent mehr als im September 2025. In der Hotellerie verteuerten sich Dienstleistungen um 3,7 Prozent. Lebensmittel wurden mit 0,4 Prozent im Jahresvergleich hingegen nur geringfügig teurer.
Strom wurde billiger
Die Preise für den Verkehr stiegen um 10 Prozent, was vor allem an den im Vergleich zum Vorjahr um 34,8 Prozent teureren Treibstoffpreisen liegt. Die Preise für Haushaltsenergie erhöhten sich um 4,4 Prozent, wobei sich Heizöl massiv verteuerte (plus 63,1 Prozent). Auch Gas verteuerte sich stärker als im August (plus 11,8 Prozent), ebenso die Fernwärme (plus 5,1 Prozent). Strom hingegen verbilligte sich (minus 9,1 Prozent), wobei insbesondere die ab Jänner wirksamen Reduzierungen bei Teilen der Netzentgelte preisdämpfend gewirkt hätten, schreibt die Statistik Austria. Zusätzlich preisdämpfend waren die Einführung des Sozialtarifs für von der ORF-Gebühr befreite Haushalte sowie die Einführung des Sommer-Netztarifs.
Ohne Treibstoffe und Heizöl läge die Inflation nur bei 2,4 Prozent. Mit einem Anteil von mehr als zwei Prozentpunkten stellen Dienstleistungen die Grundlast der Inflation dar. Die Energiepreise seien der Zuschlag, sagt IHS-Ökonom Sebastian Koch. Europaweit liegt der durchschnittliche Inflationswert mit 3,8 Prozent sogar noch höher als in Österreich. Im August war die Inflationsrate bei 3,2 Prozent gelegen und im Juli bei 2,9 Prozent. Die Teuerung steigt damit immer stärker über das von der Europäischen Zentralbank (EZB) angestrebte Ziel von mittelfristig zwei Prozent. Zuletzt hatte die Notenbank die Leitzinsen im September wegen der erhöhten Inflation auf 2,50 Prozent angehoben.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



