Als Erling Haaland in Österreich noch belächelt wurde

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Erstmals schaffte der SK Rapid in seinem zehn Jahre alten Stadion sechs Ligasiege in Serie. Wobei Tor Nummer zwei des Tabellenführers beim 3:1 gegen couragierte Hartberger in der Entstehung Barcelona-Niveau hatte. Gelungen freilich nur in der österreichischen Bundesliga, die seit der abgelaufenen Europacupwoche wieder ein Glaubwürdigkeitsproblem hat.

Champions-League-Neuling LASK und den Europa-League-Startern Salzburg und Sturm wurden brutal die internationalen Grenzen aufgezeigt. Drei Spiele, drei Pleiten, Torverhältnis 3:13. Gegen Vertreter aus Europas Top-Ligen, deren Finanzkraft allein schon wegen TV-Gelder ein Vielfaches höher ist. Doch das beliebte Argument, wonach man von Klubs kleiner Länder nichts Großes erwarten dürfe, wurden von Norwegern widerlegt.

Während Linzer, Salzburger, Grazer von Liverpool, Milan und Premiere-League-Klub Bournemouth zu Schießbudenfiguren degradiert wurden, besiegte Bodo/Glimt nördlich vom Polarkreis Borussia Dortmund 1:0, rang Champions-League-Debütant Viking Stavanger dem FC Bayern ein 3:3 ab. Und das, obwohl bei den Norwegern kaum Legionäre, sondern fast „nur“ Norweger spielen, die (wie Bodo schon in der letzten CL-Saison) für Sensationen sorgen.

Warum Norwegen so gut ist

Ein Mitgrund für den Aufschwung des norwegischen Fußballs ist, dass im 5,7 Millionen-Einwohner-Land viele Kunstrasen-Plätze und Fußball-Hallen entstanden, wodurch das Kicken zum Ganzjahressport werden konnte. Auch wurden in Norwegens Liga die Gagen erhöht, weshalb so manch gefragter Spieler im hohen Norden blieb. Und jene, die Legionäre wurden, sind mehrheitlich Weltklasse.

Siehe Arsenal-Regisseur Martin Odegaard, siehe Erling Haaland, der 2019 für Salzburg stürmte und nicht gleich von allen für einen Ausnahmekönner gehalten wurde. So hörte ich, als Haaland am 24. Februar 2019 im Rapid-Stadion – beim 2:0 für Rapid – eingetauscht wurde, zwei Wiener Experten abfällig sagen. „Was haben die Bullen da für a Pferd ein’kauft.“

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Der vermeintliche Gaul schoss inzwischen schon 61 Champions-League-Tore und … mit zwei Bummerl die Brasilianer aus der WM in den USA. Dort kam die Sportnation Norwegen, die vier Monate davor bei Winter-Olympia die meisten Medaillen (41) erobert hatte, bis ins Viertelfinale. Und vermutlich schon am kommenden ersten Ski-Weltcup-Wochenende werden Norweger wieder mit Älplern Schlitten fahren.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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