
Die geplanten Einsparungen bei den Universitäten sorgen weiter für Kritik. In der „ZiB2“ war dazu Brigitte Hütter, Präsidentin der Universitätenkonferenz, zu Gast. Sie warnte vor massiven Folgen für Forschung, Lehre und Personal.
Hütter verwies darauf, dass die Budgetsteigerungen der vergangenen Jahre großteils inflationsbedingt gewesen seien. „Die Steigerungen waren ja nicht einfach Geld, das wir zur freien Verfügung hatten, sondern wirklich planvoll ausgegeben für Forschende, für Lehrende, für Betreuungsverhältnisse und für Studienbedingungen.“
Zugleich betonte sie, dass die Universitäten bereits sparen würden. Für 2025 seien im Gesamtsystem bereits 129 Millionen Euro einzusparen, 2026 weitere 150 Millionen. „Das tun wir und das muss man und schafft man nur mit Effizienzmaßnahmen.“
Personal im Fokus
Die Spielräume seien aber begrenzt. „Das geht nicht. Es ist nicht ein bisschen Geld. Es fehlen uns 2500 Millionen, also 2,5 Milliarden Euro“, sagte Hütter. Die von Kritikern vorgeschlagenen Effizienzmaßnahmen allein würden nicht ausreichen.
Besonders betroffen wäre laut Hütter das Personal. „Wir werden über kurz oder lang sehr bald an Personal sparen müssen.“ Universitäten seien „sehr personalintensive Institutionen“, daher würden Kürzungen auch Lehre, Forschung und Verwaltung treffen.
Debatte über Studienangebote
Angesprochen auf die hohe Zahl an Hochschulen in Österreich sprach sich Hütter für mehr Kooperation und Profilschärfung aus. Entscheidungen über mögliche Reduktionen von Studienrichtungen seien jedoch politische Rahmenfragen.
Zugleich warnte sie davor, nur auf kleine Studienrichtungen zu schauen. Gerade MINT-Fächer seien wegen Laboren und technischer Ausstattung besonders kostenintensiv.
Unterstützung für Proteste
Die Präsidentin der Universitätenkonferenz hofft weiter auf Bewegung seitens der Bundesregierung, sagte aber auch: „Momentan gibt es keine diesbezüglichen Signale.“
Die angekündigten Proteste von Studierenden und Uni-Beschäftigten unterstützt Hütter ausdrücklich. „Also es geht um viel.“ Wichtig sei jedoch, dass die Demonstrationen „friedlich, vehement, aber gut ausgetragen werden“.
Source:: Kurier.at – Politik



