
Von Lukas Bergmann
Dass es in den unteren Ligen ein bisschen torreicher wird, ist jetzt nichts Neues. Doch dieser Spieltag in der 1. Klasse A könnte ein Fall für die Geschichtsbücher werden.
Den Anfang machte am Samstag der SV Besa, der auswärts Yellow Star mit 8:0 vom Platz fegte. Zwei Stunden später legte die Vienna 2016 mit 7:0 gegen Mariahilf nach. Das eigentliche Highlight war jedoch am Sportplatz des ASK Torpedo Erlaa zu finden: Im Heimspiel gegen Srbija Wien feierten die Liesinger einen unglaublichen 31:1-Sieg. Wie kann so ein Handball-Ergebnis überhaupt zustande kommen?
Der sportliche Leiter von Erlaa, Johannes Hauser, erklärte die Situation so: „Schon früh zu Spielbeginn musste der Torhüter von Srbija nach einem Pressball verletzungsbedingt vom Feld. Nachdem sie aber keinen Ersatzspieler zur Verfügung hatten, musste ein Feldspieler ins Tor – danach war so gut wie jeder Schuss ein Treffer.“ Zusätzlich verletzte sich kurz darauf noch ein Feldspieler, und Srbija musste mit neun Mann weiterspielen. Hauser zollte den Gästen dennoch Respekt: „Viele Mannschaften hätten wohl nach dem Halbzeitstand von 12:1 das Spiel abgebrochen und wären nach Hause, doch Srbija machte bis zum Ende weiter.“
Das war aber noch nicht alles: Am Sonntagvormittag bestritt der neu gegründete Verein FC Mello Wien sein Heimspiel gegen den ESV Ottakring. Für Mello ist es die erste Saison im Ligabetrieb. Der Start war bis jetzt – gelinde gesagt – holprig: sechs Spiele, null Punkte und eine Tordifferenz von minus 70. Auch im siebenten Spiel gegen Ottakring ereilte den Verein das Schicksal der Schießbude. Nach dem Endstand von 17:1 steht der Neuling nun bei minus 86 und Srbija bei minus 55 – bei einem Punkt Unterschied.
Source:: Kurier.at – Sport



