
Kimi Antonelli macht keinesfalls den Eindruck, als würde er Hochprozentigem eine besondere Bedeutung beimessen. Und dennoch war Alkohol ständig ein Thema während des Rennwochenendes in Austin. Während Charles Leclerc und Max Verstappen mit einer großen Flasche Champagner auf dem Podium feierten, goss sich Sieger Antonelli eine Flasche alkoholfreien Sprudel über die Kappe. Mit seinen 20 Jahren ist der Italiener schlichtweg zu jung, um im strengen Texas Alkohol zu konsumieren.
Und was sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff nach der Triumphfahrt in den USA? Er sprach über Alkohol: „Er muss in Mexiko nur durchfahren, dann gibt es Tequila. Wenn nicht, fährt er in Brasilien durch, dann gibt es Caipirinha.“
Ein Spektakel aus Italien
Auf seinem Weg zum WM-Titel ist Antonelli nicht mehr zu stoppen. Mit größter Wahrscheinlichkeit wird er bereits am kommenden Wochenende der jüngste Formel-1-Weltmeister der Geschichte sein und damit Sebastian Vettel ablösen, der bei seinem ersten Titel 2010 deutlich über 23 Jahre alt war. „Antonelli ist ein Spektakel“, schrieb die Corriere dello Sport und freut sich schon auf den ersten italienischen Weltmeister seit Alberto Ascari 1953.
Antonelli hat nach seinem souveränen Sieg 123 Punkte Vorsprung auf seinen demoralisierten Teamkollegen George Russell. Einen weiteren Punkt dahinter liegt Lewis Hamilton. Wird Antonelli in Mexiko zumindest Neunter, hat er den Titel sicher. Ebenso sicher ist er Weltmeister, wenn Russel oder Hamilton nicht gewinnen.
Ein Ende mit Stil
„Noch ist er kein Champion, aber das war die Fahrt eines Champions“, lobte Toto Wolff am Sonntag. Der Erfolg in Austin von der Poleposition aus war sein neunter in dieser Saison und damit auch in seiner Karriere. „Am schönsten wäre es natürlich, es mit Stil zu beenden“, sagte Antonelli. Was so viel heißt: Der zehnte Sieg soll folgen. Fix ist, dass er den Titel holen wird. Offen bleibt, was er sich danach schmecken lässt.
Source:: Kurier.at – Sport



