Equal Pay Day: In diesen Regionen ist die Lohnschere am größten

Wirtschaft

Der österreichweite Equal Pay Day fällt heuer auf den 5. November. Je nach Gemeinde oder Bezirk unterscheidet sich das Datum bzw. die Lohnschere zwischen Frauen und Männern, auf dem es basiert, allerdings teilweise deutlich. Die „frühesten“ Equal Pay Days in Österreich sind demnach schon im August, wie Berechnungen der APA zeigen. Die höchste Lohnschere liegt demnach bei knapp 37 Prozent.

Der Equal Pay Day ist jener Tag, an dem Männer im Durchschnitt bereits das Jahresgehalt von Frauen erreicht haben – ab diesem Datum arbeiten Frauen die Zeit bis zum Jahresende „gratis“. Die Berechnungen basieren auf der Lohnsteuerstatistik 2024 der Statistik Austria. Herangezogen wurde der Median der Nettojahresbezüge von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen in Vollzeitbeschäftigung.

Größte Lohnschere bei 37 Prozent

In 2.084 (inklusive Wiener Bezirke) Gemeinden verdienen Männer mehr als Frauen. Das entspricht 98 Prozent. In den übrigen 30 Gemeinden verdienen Frauen im Durchschnitt mehr als Männer. Obwohl die Spannbreite hier deutlich kleiner ist: Frauen verdienen dort bis zu 13 Prozent mehr. In den Gemeinden, in denen Männer mehr verdienen, beträgt die Lohnschere bis zu 37 Prozent.

Die größte Lohnschere gibt es in der Gemeinde Pierbach in Oberösterreich mit den oben genannten 37 Prozent. Der Equal Pay Day fällt dort also auf den 19. August, knapp unter 134 Tage arbeiten Frauen hier „gratis“. Dahinter folgen die zwei Kärntner Gemeinden Stall (36 Prozent) und Großkirchheim (35 Prozent), hier sind es 130 bzw. 127 Tage.

Beim „umgekehrten“ Gender Pay Gap liegt die kleine Gemeinde Geiersberg in Oberösterreich vorne, wo Frauen im Schnitt knapp 13 Prozent mehr verdienen. Ebenso im zweistelligen Bereich sind die Gemeinden Breitenstein, Drosendorf-Zissersdorf (beide Niederösterreich), Kaisers und Gramais (beide Tirol).

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Nur 18 Gemeinden (fast) ohne Gap

18 Gemeinden sind mit einem Unterschied von unter einem Prozent fast ausgeglichen – dort gibt es also de facto keine Lohnschere zwischen den Geschlechtern. Darunter sind etwa vier Wiener Gemeindebezirke. Grundsätzlich schneidet die Hauptstadt recht gut ab: Neben den vier Bezirken (fast) ohne Lohnunterschied bleibt dieser auch in den anderen Bezirken teilweise deutlich unter zehn Prozent. Lediglich die Innere Stadt ist ein klarer Ausreißer mit 15 Prozent.

Die Daten zeigen sowohl ein Ost-West-Gefälle als auch ein Stadt-Land-Gefälle. Grundsätzlich ist der Gender Pay Gap in den Städten und ihrem Umland deutlich niedriger als in ländlichen Gemeinden.

Auf Bezirksebene hat der steirische Bezirk Bruck-Mürzzuschlag mit 20 Prozent den höchsten Gender Pay Gap und am 20. Oktober den frühesten Equal Pay Day. Allgemein gibt es – im Gegensatz zu den Gemeinden – keinen Bezirk, in dem Frauen im Schnitt mehr verdienen.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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