
Im Rahmen der Generalversammlung von Sport Austria setzte der organisierte Sport im Beisein von Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt ein starkes Statement und forderte die Bundesregierung auf, die geplante Glücksspielreform auch zur nachhaltigen Absicherung seiner finanziellen Grundlagen zu nutzen. Zudem wurde einstimmig die Erarbeitung einer gesamtösterreichischen Sportstrategie beschlossen.
Für Sport Austria bietet die Glücksspielrechtsreform eine große Chance, die Finanzierung des Sports langfristig abzusichern. Laut Studien könnte die Neustrukturierung des Glücksspielmarktes zu einer Steigerung der Einnahmen aus Glücksspielabgaben und Konzessionsentgelten um rund 25 Prozent führen. Sport Austria fordert, den organisierten Sport im gleichen prozentuellen Ausmaß an den erzielten Mehreinnahmen zu beteiligen und die Bundes-Sportförderung dynamisch an die Entwicklung der Glücksspielerträge zu koppeln.
Dies ist schon allein deshalb notwendig, weil sich die Erhöhung der Bundes-Sportförderung von 80 auf wieder 120 Millionen Euro durch die Inflation bereits weitgehend relativiert hat. Inflationsbereinigt entsprechen 80 Millionen Euro aus dem Jahr 2011 im Mai 2026 rund 125,4 Millionen Euro. Man hinkt der Geldentwertung also hinterher.
Sport Austria-Präsident Hans Niessl betont: „Seit der Nachkriegszeit dienen Einnahmen aus dem Glücksspiel traditionell auch als Finanzierungsquelle für den organisierten Sport. Aus unserer Sicht muss das auch im Zuge dieser geplanten Reform so bleiben.“
Source:: Kurier.at – Sport



