„Vielleicht muss ich es“: Trump würde den Iran „lieber nicht zerstören“

Politik

US-Präsident Donald Trump will über die Frage einer möglichen Wiederaufnahme des Krieges gegen den Iran bald entscheiden. Erklärtes Ziel seines im Februar gemeinsam mit Israel begonnenen Krieges ist es, den Iran am Bau einer Atombombe zu hindern. „Wollen wir noch weiter gehen“ mit den Angriffen, damit „so etwas nie wieder passieren wird?“, sagte Trump Reportern im Weißen Haus.

„Ich würde den Rest des Landes lieber nicht zerstören, wenn möglich, aber vielleicht muss ich es tun“, sagte der Präsident und fügte hinzu, das würden diese „bald genug“ erfahren.

Der Iran hatte sich zuvor am Tag nach den Zwischenwahlen mit der herben Niederlage für Trumps Republikaner kämpferisch gegeben. „Den Iran anzugreifen bringt keinen Sieg“, schrieb Außenamtssprecher Ismail Baghai auf der Plattform X auf Englisch. Der Iran könne nicht durch Drohungen eingeschüchtert werden. Trump sagte derweil nach einem Treffen mit seinen Sicherheitsberatern, die USA kontrollierten in Bezug auf den Iran „alles, was wir kontrollieren wollten. Und nun werden wir eine Entscheidung treffen“, sagte er.

Das US-Nachrichtenportal Axios zitierte einen US-Beamten, wonach das zuständige US-Regionalkommando Centcom derzeit die Vorbereitungen für eine mögliche Wiederaufnahme größerer Kampfhandlungen im Iran vorantreibe. Allerdings habe es noch keine neuen Anweisungen aus Washington erhalten. Während Trump über seinen nächsten Schritt nachdenkt, waren zuletzt wieder mehrfach Vermittler zu Gesprächen in Teheran. Auch der US-Präsident hatte jüngst von möglichen Verhandlungserfolgen in dem Konflikt gesprochen.

Katar sieht Fortschritte bei Vermittlung im Iran-Krieg

Katar setzt nach Angaben seines Ministerpräsidenten Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al-Thani die Vermittlungsbemühungen zwischen den USA und dem Iran fort. „Wir können nicht auf ein perfektes Abkommen warten; wir hoffen auf ein gutes Abkommen“, sagte Al-Thani einem Bericht des Fernsehsenders Al Jazeera vom Samstag zufolge. Die Vermittlung solle verhindern, dass die Lage in der Region außer Kontrolle gerate.

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Die US-Regierung sei auch nach den Kongress-Zwischenwahlen weiter bereit, an einer Lösung zu arbeiten, erklärte der Ministerpräsident. Dies zeige, dass Washingtons Interesse an einer Vereinbarung unverändert sei. Al-Thani sprach von erheblichen Fortschritten und zeigte sich zuversichtlich, dass eine Einigung möglich sei.

Trump lehnt iranischen Sieben-Tage-Plan bisher ab

Der Iran wirbt seit September für einen eigenen Sieben-Tage-Plan, den US-Präsident Trump bisher ablehnt. Der Plan sieht vor, dass Washington eine Blockade iranischer Häfen aufhebt, eingefrorene Vermögenswerte freigibt und einen vom Iran befürworteten Schifffahrtskorridor durch die Straße von Hormus akzeptiert. Die strategisch wichtige Meerenge solle anschließend wieder geöffnet werden.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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