Buchmesse-Gast Tschechien: Mit Alice Horáčková gemeinsam im Sudetenland

Kultur

Hier die Tschechen, da die Deutschen. So lautet für gewöhnlich die Geschichte vom Sudetenland. Dass es aber auch eine gemeinsame Heimat gab, davon erzählt Alice Horáčkovás „Geteiltes Haus“. Der 880 Seiten starke Roman begleitet zwei Freundinnen, Zdenka und Anežka, durch die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts – von der Monarchie über die Weltkriege und die NS-Zeit bis zur Vertreibung der Sudetendeutschen.

Die eine, Zdenka, ist tschechisch, die andere, Anežka – sie heißt eigentlich Agnes – ist deutsch und wird aus ihrem Heimatdorf im Erzgebirge vertrieben. Zdenka wiederum ist mit einem Deutschen verheiratet, der es sich mit den Nazis richtet: Dank seiner guten Beziehungen zu NS-Statthalter Heydrich reißt er sich eine jüdische Textilfirma unter den Nagel.

Die Prager Kulturjournalistin Alice Horáčková, geboren 1980, erzählt hier eine opulente, zugleich aber gut lesbare und sehr aufschlussreiche Sudetenland-Saga, die lose auf ihrer Familiengeschichte basiert.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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