Champions League: Wo der LASK gegen Sporting die Nase vorne hat

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Wann auch immer der Sporting Clube de Portugal, im Volksmund meist fälschlich „Sporting Lissabon“ genannt, gegen einen Klub aus Österreich spielt, sind die Rollen klar verteilt. Weshalb sollte es diesmal anders sein? Ganz einfach: Weil der LASK im direkten Vergleich mit den Portugiesen vor dem Duell am Mittwoch (21 Uhr, Canal+) die Nase vorne hat. Ganz knapp, aber doch: In fünf Duellen gab es je zwei Siege und ein Remis, der LASK hat aber mit 10:9 tatsächlich das bessere Torverhältnis.

Und das liegt vor allem an den beiden jüngsten Duellen. Zunächst gab es unter Trainer Valérien Ismaël ein 3:0 auf der Gugl am 12. Dezember 2019 mit Toren von Gernot Trauner, João Klauss per Elfmeter und Marko Raguz. Dann folgte unter Dominik Thalhammer ein 4:1-Auswärtssieg im Play-off am 1. Oktober 2020 in Lissabon. Torschützen: Abermals Trauner und Raguz, dazu Peter Michorl und Andreas Gruber.

Von dem damals erfolgreichen LASK-Team ist nur noch ein Spieler übrig: Andres Andrade wurde damals eingewechselt. Auch sonst spricht nicht allzu viel für das Team von Didi Kühbauer, das nach zwei Spieltagen in der Champions League noch bei null Punkten hält. Dem 0:1 bei AEK Athen folgte zuletzt ein 3:6 gegen den FC Liverpool. Anders Sporting, das mit zwei Siegen gestartet ist. Zum Auftakt gabs ein 3:1 gegen Galatasaray, danach folgte ein 2:0-Sieg in Frankreich bei RC Lens. LASK-Routinier Alessandro Schöpf meint: „Sporting ist um nichts schlechter als Liverpool.“

Sporting ist in Portugal neben dem FC Porto und Benfica Teil der „Tres Grandes“ („Die großen Drei“). 21 Mal errangen Lissabons Grünweiße den Meistertitel (zuletzt 2025). In der abgelaufenen Saison wurde Sporting Zweiter hinter Porto. Und auch ein paar Finanzkennzahlen sprechen Bände. Während der LASK in der Saison 2024/’25 49,35 Millionen Euro Umsatz machte, waren es bei Sporting 265 Millionen Euro. Die Portugiesen sind Meister im Ausbilden und Verkaufen von jungen Spielern. Im vergangenen Sommer-Transferfenster erzielte der Klub Einnahmen von 200 Millionen Euro. Sie kaufen aber auch ordentlich ein. 120 Millionen wurden wieder ausgegeben.

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Verwechslungsgefahr

Die größte Gefahr dürfte von einem großen Namen ausgehen, allerdings besteht Verwechslungsgefahr: Stürmer Luis Suárez, nicht jener aus Uruguay, der einst bei Barcelona und heute bei Inter Miami spielt, sondern ein 28-jähriger Kolumbianer, erzielt Tor um Tor. Neun Treffer in zehn Partien waren es in dieser Saison bisher.

Wie der LASK aufzutreten gedenkt, verriet Trainer Didi Kühbauer vor der Abreise nicht. Über den Gegner sagt der Meistertrainer: „Diese Mannschaft hat ein richtiges Feuer. Wir müssen in allen Belangen Dinge besser machen, dass wir zu etwas kommen.“ Gegen Liverpool zogen sich die Linzer zuletzt eher zurück und agierten aus einer 5-4-1-Formation. In der zweiten Halbzeit traute man sich schließlich etwas mehr zu. Nach einem 0:3 in der ersten Hälfte gabs in den zweiten 45 Minuten zumindest ein 3:3-Remis, das Hoffnung gibt.

Darauf folgte ein 4:0-Sieg gegen Austria Lustenau in der Bundesliga, bei dem man gut und gerne doppelt so viele Tore hätte schießen können. Ein Aufwärtstrend. Ob er reicht, um in Lissabon Zählbares zu holen, wird man sehen. Im über 50.000 Fans fassenden Estádio José Alvalade erwartet den LASK jedenfalls …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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