
Von Lukas Bergmann
Am Freitag war es endlich so weit. Der Mattersburger SV 2020 ist offiziell ein Regionalliga-Team. Nach einem fulminanten 6:0 zu Hause und der gleichzeitigen Niederlage von Leithaprodersdorf sind die Grünen aus Mattersburg nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen – und das vier Spieltage vor Ende der Saison. Die ganze Spielzeit über bestand auch nicht nur der Hauch eines Zweifels. Die Mattersburger sind noch immer ungeschlagen und es schien so, als ob kein Team dem frischgebackenen Meister das Wasser reichen könnte.
Damit feiern die Fans im Pappelstadion den vierten Aufstieg in sechs Jahren. Dieser rasante Marsch durch die burgenländische Fußballpyramide ist erstaunlich. Nur einmal musste man letztes Jahr eine „Ehrenrunde“ in der Burgenlandliga einlegen, nachdem der SC Parndorf – genauso dominant wie Mattersburg heuer – den Aufstieg in die Regionalliga Ost fixiert hatte. Die Mattersburger könnten aber das schaffen, was die Parndorfer letztes Jahr nicht zustande brachten: ungeschlagen die Saison beenden.
Es ist aber schon jetzt der emotionale Höhepunkt für den Verein, der aus den Ruinen der Commerzialbank-Affäre und dem Bankrott des Vorgängervereins wie Phönix aus der Asche emporstieg. Überbleibsel aus dem alten SV Mattersburg sind aber noch überall zu sehen. Alois Höller war diese Saison immer noch ein Teil des Kaders, Michael Mörz und Nedeljko Malic sitzen im Vorstand des Vereins und natürlich trug die Rückkehr in das Pappelstadion vor drei Jahren auch einen Teil dazu bei. Am Tag nach der Meister-Kür sprach der KURIER mit MSV-Präsident Mauro Abdihodzic über…
… das Geheimnis des Erfolgs
Der große Zusammenhalt im Verein ist unsere Stärke. In der Mannschaft rennt jeder für den anderen. In der Führungsebene und im Trainerteam sind wir wie eine große Familie, jeder setzt sich für den Verein zu 100 Prozent ein. Ich finde, dass uns das besonders macht und ein wichtiger Teil unseres Erfolgsrezepts ist.
… die schwierigen Momente
Für mich persönlich waren die schwierigsten Momente immer die Situationen, in denen sich ein Spieler schwer verletzt hat und nicht nur sportlich, sondern auch mental durch eine schwere Zeit durchgehen musste. Als Verein leidet man da nämlich mit, denn Fußball ist nicht nur das Spiel auf dem Platz, sondern auch vieles abseits davon.
…die alte Vereinsidentität
Nein, es gibt keine Überlegungen, den alten Namen zu übernehmen. Wir sind der MSV 2020 und das wird so bleiben. Natürlich ist der SVM für immer ein Teil der Mattersburger Fußballgeschichte, auf die wir als kleine Stadt im Burgenland sehr stolz sind. Diese Geschichte gehört zum Mattersburger Fußball dazu, sportlich gehen wir aber einen anderen Weg.
…Veränderungen
Christoph Halper ist zurück in Mattersburg und das freut uns natürlich sehr, nachdem er schon im Pappelstadion spielte. Sonst werden wir uns über die Sommerpause hinweg punktuell verstärken, Genaueres wird dann in den nächsten Wochen intern diskutiert.
… Ziele in der Regionalliga
Das oberste Ziel ist natürlich, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben.
Source:: Kurier.at – Sport



