
Lange schien es so, als würde Gianni Infantino bei der FIFA-Präsidentenwahl im nächsten Jahr ohne Herausforderer antreten. 13 Tage vor Ablauf der Bewerbungsfrist gibt es nun doch einen Gegenkandidaten.
Kozo Tashima, Ehrenpräsident des japanischen Fußballverbands, will den Amtsinhaber herausfordern. „Es geht nicht darum, zu gewinnen oder zu verlieren, sondern der Welt die ehrliche, solide und integre Haltung zu vermitteln, die der japanische Fußball entwickelt hat“, erklärte der 68-Jährige.
FIFA-Präsidentenwahl: Kommt noch ein weiterer Kandidat?
Vor allem aus Europa soll Tashima viel Unterstützung erhalten. Die UEFA setzte Infantino zuletzt massiv unter Druck und forderte eine Ablösung des FIFA-Präsidenten. Bislang konnte sich der europäische Fußballverband allerdings auf keinen geeigneten Gegenkandidaten verständigen.
Ob Tashima nun als Kandidat der europäischen Infantino-Kritiker ins Rennen geht oder doch noch ein Bewerber aus Europa präsentiert wird, bleibt offen.
Tashima könnte Infantino Stimmen kosten
Fest steht: Tashimas Kandidatur könnte die bislang „uneingeschränkte Unterstützung“ des asiatischen Verbandes für Infantino ins Wanken bringen und den Schweizer einige Stimmen kosten.
Der 68-jährige Japaner absolvierte insgesamt sieben Länderspiele für sein Land. Anschließend machte er im Verband Karriere und stieg vom Generalsekretär über den Vizepräsidenten bis zum Präsidenten auf. Mittlerweile ist er Ehrenpräsident und gehört dem FIFA-Rat sowie dem Exekutivkomitee des asiatischen Verbandes an.
Für eine Kandidatur benötigt Tashima die offizielle Unterstützung von mindestens fünf Nationalverbänden. Die Wahl findet am 18. März im marokkanischen Rabat statt.
Source:: Kurier.at – Sport



