Aus für Ardo-Werk: Gemüseproduktion wird bereits Ende Dezember eingestellt

Wirtschaft

Rund um die geplante Werksschließung des Tiefkühlgemeüse-Produzenten Ardo in Groß-Enzersdorf, Niederösterreich, sind am Mittwoch die Verhandlungen über einen Sozialplan weitergelaufen. Das bestätigte ein Ardo-Sprecher dem KURIER.

Das Aus des Werks ist bereits eingeläutet. Die heurige Ernte soll noch vollständig verarbeitet, verpackt und teilweise bis ins nächste Jahr eingelagert werden, bestätigte der Ardo-Sprecher einen ORF-Bericht. Endgültig geschlossen wird der Standort im August 2027.

Der Zeitplan von Ardo ist sehr eng. Die Produktion von Tiefkühlgemüse wird bereits zum Jahresende auslaufen, bis Ende März 2027 wird die die Nudel-Sparte eingestellt. Die Logistik wird dann schrittweise bis zum zweiten Quartal 2027 geschlossen. Im August 2027 soll das Werk, das für Iglo und die Tiefkühl-Eigenmarken von Billa, Hofer und Spar produziert, endgültig zusperren.

Der Sozialplan

Ursprünglich war eine weitere Verhandlungsrunde über den Sozialplan für Freitag dieser Woche angekündigt worden, so die APA, nun findet dieser Termin laut einem Firmensprecher zwei Tage früher statt. Die Gewerkschaft hatte nach einem ersten Angebot Nachbesserungen gefordert. Betroffen von der Schließung sind 190 Beschäftigte, für die es einen Sozialplan geben soll. Dazu kommen 50 Leiharbeitskräfte.

Gespräche über alternative Lösungen zum Erhalt der österreichischen Tiefkühlgemüse-Produktion waren im Laufen. Aktuell gebe es mehrere ernsthafte Interessenten, die das Geschäftsfeld übernehmen könnten, teilte die für das Ressort Arbeit zuständige Landesrätin Susanne Rosenkranz (FPÖ) auf APA-Anfrage in einer schriftlichen Stellungnahme mit. „Wie sich die Situation tatsächlich entwickeln wird, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschätzen. Wir stehen deshalb in engem Austausch mit dem AMS, um auf mögliche Entwicklungen frühzeitig vorbereitet zu sein und die betroffenen Arbeitnehmer bestmöglich unterstützen zu können.“

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Blattgemüse

Die geplante Schließung hat auch bereits Auswirkungen auf die Landwirtschaft im Marchfeld. Der Herbstanbau von Winterspinat für die Ernte im Frühjahr wurde nicht durchgeführt. Das Werk des belgischen Unternehmens in Groß-Enzersdorf verfügt über die einzige Anlage österreichweit für Blattgemüse (Spinat), die neuen Maschinen sind erst in den vergangenen Jahren angeschaft worden. Damit dürfte heimischer Tiefkühlspinat voraussichtlich maximal bis Oktober 2027 in den Supermarktregalen verfügbar sein.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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