Erdbeeren als Hitzeschild: Erste Daten zur Grünfassade der TU Wien

Wirtschaft

Sage und schreibe 7.700 verschiedene Pflanzen – darunter auch Geranien und Erdbeeren – kamen bei dem Forschungsprojekt „Green Facade Digital Twin“ der TU Wien zum Einsatz. Sie begrünen seit Ende 2025 die ersten beiden Stockwerke des Informatik-Gebäudes in der Favoritenstraße. Dann folgte ein harter Winter. „Die Befürchtung vieler war, dass die zarten Jungpflanzen das nicht überleben“, erzählt Projektleiterin Azra Korjenic. „Aber ich war überzeugt, dass die Pflanzen im Frühling üppig wachsen werden.“ Sie sollte recht behalten: Schon im heurigen Frühjahr bot sich den Vorbeigehenden ein üppiges Grün.

Nicht nur fürs Auge

Für die TU Wien bietet das Projekt die Möglichkeit, innovative Begrünungs- und Gebäudetechnologien unter realen Bedingungen zu erforschen. Dazu wurde ein digitaler Zwilling erstellt, ein digitales 3D-Modell des Gebäudes samt der begrünten Fassade, mit dem die Real-Live-Daten – etwa des Pflanzenwachstums an dem Informatik-Gebäude oder Fotos, die alle zehn Minuten gemacht werden und den Sonnenstand dokumentieren – gekoppelt werden. So können die Forschenden den gesamten Lebenszyklus der Grünfassade beobachten, analysieren und optimieren. Aktuell wurde der erste von insgesamt drei Messzyklen ausgewertet. Er zeigt, dass in Pflanzennähe eine geringere Temperatur messbar ist. Die Begrünung von Gebäuden in der Stadt ist angesichts der Klimakrise interessant.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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