
Gut elf Monate ist es jetzt her, dass Oscar Heine völlig am Boden war – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.
Beim Einfahren für den FIS-Riesentorlauf in Kaltenbach wurde der Kärntner von einem Hobbyskiläufer abgeschossen. Die niederschmetternde Diagnose: Innenbandriss und Ruptur des hinteren Kreuzbandes – der Winter 2025/’26 war damit für ihn gelaufen.
Nach dem schweren Pistenunfall meldete sich Oscar Heine nun auf eindrucksvolle Weise zurück. Der 23-Jährige überzeugte am Samstag bei den internen Zeitläufen am Rettenbachferner und sicherte sich damit einen Startplatz für den ersten Saisonslalom in Levi (15. November).
Große Vorfreude
Für den Technikspezialisten aus dem Lavanttal wird es das Debüt im Weltcup sein, das ohne die schwere Knieverletzung wohl schon früher erfolgt wäre. Immerhin hat Oscar Heine im Europacup bereits mit einem Podestplatz aufgezeigt.
„Ich bin nach der Verletzung wieder richtig gut gefahren. Trotzdem war es überraschend“, sagte der Kärntner. „Die Vorfreude ist sehr groß. Darauf arbeitet man hin, sich einmal auf der größten Bühne beweisen zu können.“
Bestzeit für Strolz
In Sölden wurden insgesamt drei Startplätze für Levi ausgefahren. Doppel-Olympiasieger Johannes Strolz dominierte die Zeitläufe und sicherte sich das Weltcup-Ticket für Levi. Der Vorarlberger gibt zu, dass er durchaus angespannt war.
„Als Arrivierter war ich zwar schon öfter in dieser Situation. Trotzdem steht für einen Routinier in einer Quali mehr auf dem Spiel als für jungere Läufer“, sagt Johannes Strolz. „Ich habe meine Leistung aber gut abrufen können.“
Der dritte Startplatz ging an den Tiroler Simon Rueland. Der 29-Jährige war im Frühjahr aus den ÖSV-Kadern geflogen und bezahlte sich die Sommervorbereitung selbst. Rueland und Strolz erhalten von ÖSV-Chefcoach Marko Pfeifer einen fixen Startplatz für die Slaloms in Levi und in Hochgurgl (22.11.).
Source:: Kurier.at – Sport



