Umfrage enthüllt: Das bremst Österreichs Manager am meisten

Wirtschaft

Österreichs Führungskräfte sehen die Wirtschaft deutlich optimistischer als vor einem Jahr. Mit Erholung verwechseln sie das aber nicht. Das zeigt das CEO & Leadership Barometer von Management Club und Grünberger & Partner. Das Meinungsforschungsinstitut IMAS befragte dazu etwas mehr als 100 Vorstände, Geschäftsführer und Aufsichtsräte. 

Demnach blicken 30 Prozent zuversichtlich auf die kommenden zwölf Monate. Im Vorjahr waren es nur 12 Prozent. In Summe überwiegen Skepsis (46 Prozent) und Besorgnis (24 Prozent) immer noch deutlich. Auf längere Sicht ist die Stimmung besser: 37 Prozent sind für die nächsten zwei bis drei Jahre zuversichtlich, 42 Prozent für die nächsten sieben bis neun Jahre.

Bürokratie bremst Österreichs Top-Manager

Bürokratie ist aus Sicht der österreichischen Top-Manager das größte Hindernis für den Wirtschaftsstandort. 93 Prozent fühlen sich durch überflüssige Vorschriften in ihrer Arbeit belastet, für 56 Prozent stellt die Bürokratie sogar eine sehr große Herausforderung dar. Das zeigt eine aktuelle Befragung des Management Clubs. Auf Platz zwei der größten Probleme liegen die Lohnkosten, die 48 Prozent nennen, gefolgt von der schwachen Konjunktur mit 40 Prozent.

Im Arbeitsalltag sorgen vor allem überbordende Regularien für Unmut. Besonders häufig kritisieren die Führungskräfte Vorgaben aus Brüssel. Dazu zählen die ESG-Berichterstattung, die 19 Prozent als Problem nennen, die Entgelttransparenz-Richtlinie (14 Prozent) sowie die NIS2-Richtlinie und die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Der Fachkräftemangel hat dagegen deutlich an Bedeutung verloren: Während ihn 2024 noch 36 Prozent als Herausforderung bezeichneten, sind es mittlerweile nur acht Prozent.

Forderung nach Reformen

Entsprechend deutlich fällt der Auftrag an die Bundesregierung aus. 80 Prozent der Befragten erwarten, dass sich die Regierung sehr stark für den Abbau bürokratischer Hürden einsetzt. Rechnet man jene hinzu, die dies zumindest eher fordern, steigt der Anteil auf 88 Prozent. Das bereits beschlossene Entbürokratisierungspaket wird von 38 Prozent positiv bewertet. Eine spürbare Entlastung im Geschäftsalltag ist aus Sicht vieler Führungskräfte allerdings noch nicht angekommen.

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Neben dem Bürokratieabbau sehen die Manager weiteren Reformbedarf bei der Bildung und den Sozialsystemen. 59 Prozent sprechen sich für eine Modernisierung des Bildungssystems aus, 52 Prozent halten Reformen der sozialen Sicherungssysteme für notwendig. Unter den bereits beschlossenen Maßnahmen findet die geplante Senkung der Lohnnebenkosten ab 2028 mit 59 Prozent den größten Zuspruch. Auch bessere Möglichkeiten, im Alter in Teilzeit zu arbeiten und eine Teilpension in Anspruch zu nehmen, werden positiv bewertet (23 Prozent).

„Unsere Führungskräfte sagen sehr klar, was den Standort nach wie vor bremst: immer noch zu viele überflüssige Vorschriften, die überhaupt keinen Mehrwert bringen“, sagt Günther Ofner, Vizepräsident des Management Clubs. Wenn die Regierung beim Bürokratieabbau mehr Tempo mache, könne das gemeinsam mit der verbesserten Stimmung für neue wirtschaftliche Dynamik sorgen.

KI wird zum strategischen Faktor

Auch künstliche Intelligenz (KI) ist in den Chefetagen angekommen. Zwei Drittel der Befragten erwarten, dass die Technologie ihr Unternehmen innerhalb der nächsten fünf Jahre grundlegend verändern wird. 86 Prozent haben KI bereits in ihre langfristige Planung aufgenommen, 83 Prozent betrachten sie als entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit. Um die Belegschaft auf die Entwicklung vorzubereiten, fördern 91 Prozent gezielt die Weiterbildung im Bereich KI.

Konkrete wirtschaftliche Ergebnisse sind allerdings noch nicht überall sichtbar: Nur 56 Prozent berichten von nachweisbaren Effizienzgewinnen oder Kosteneinsparungen durch den Einsatz …read more

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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