
Vor zwei Wochen wählten in Sachsen-Anhalt 44 Prozent die AfD – seither ist auch in der Bundespolitik nichts mehr wie vorher. Am Sonntag könnten die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin diese Krise noch verschärfen.
Im hohen Norden könnte die AfD die amtierende Ministerpräsidentin Manuela Schwesig von der SPD überholen – sie gilt derzeit als letzte große Personalreserve der Genossen. Parallel droht der CDU der Rauswurf aus dem Landtag in Schwerin; das wäre historisch, die Union war seit Gründung der Bundesrepublik in jedem Parlament vertreten. In Berlin droht der CDU Verlust des Bürgermeisteramts, dort zeichnete sich in den letzten Umfragen ein Rennen zwischen Linkspartei, CDU und AfD ab.
Für Kanzler Friedrich Merz ist der Sonntag darum ein Schicksalstag. Er hat um 17 Uhr die Parteispitzen zu sich ins Konrad-Adenauer-Haus geladen, will sich dort ihre Unterstützung zusichern lassen – Kommentatoren nennen das eine „interne Vertrauensfrage“. Verweigern die Unionsgrößen ihm die Gefolgschaft, steht seine Kanzlerschaft auf der Kippe.
Source:: Kurier.at – Politik



