
Frisch ausgezeichnet mit dem „Bruno“, gewählt von den Kicker-Kollegen (also den größten Experten für diesen Beruf), bereitet sich Sascha Horvath als nun offiziell bester Bundesliga-Spieler der vergangenen Saison auf ein mögliches Team-Debüt vor.
Der 30-Jährige ist in dieser Hinsicht ein Spätberufener, aber auch ein ganz alter Bekannter beim ÖFB. Denn der LASK-Spielmacher stellte in seinen jungen Jahren einen immer noch gültigen Rekord auf: Horvath ist der erste und bislang einzige Österreicher, der an fünf Nachwuchs-Endrunden teilgenommen hat.
„Ich habe nicht gewusst, dass ich der Rekordspieler bin. Das ist schon eine Ehre“, sagte Horvath, als er 2019 vom KURIER mit dieser Statistik überrascht wurde.
Der Start für den Dribbler war die U-17-EM 2013 in der Slowakei, gleich danach war die U-17-WM 2013 in Dubai. Weiter ging es (als erst 17-Jähriger) mit der U-19-EM 2014 in Ungarn und der U-19-EM 2015 in Griechenland. Die Teilnahme an der U-21-EM 2019 in Italien war nach einem Karriereknick für das ehemalige Supertalent der Austria keine Selbstverständlichkeit.
Weder in Graz bei Sturm, noch in Dresden bei Dynamo lief es für den Dauerläufer nach Wunsch. Durch eine Leihe zu Wacker mit Spielpraxis in Innsbruck konnte Horvath seinen Status bei Werner Gregoritsch, dem Langzeitcoach der U-21, absichern.
„Sascha ist ein Künstler. Und die haben ihren eigenen Kopf“, sagte Gregoritsch damals über den Wiener mit burgenländischen Wurzeln. Horvath lieferte ab und war bei der bislang letzten U-21-EM Österreichs an drei der vier ÖFB-Turniertore direkt beteiligt.
Aufstieg unter Kühbauer
Zum Topspieler in der Liga wurde der 1,68-m-Mann dann unter Didi Kühbauer. Der LASK-Meistertrainer wollte Horvath bereits 2021 aus Hartberg nach Hütteldorf holen, auf den letzten Metern scheiterte der Deal. Stattdessen machte der LASK um 400.000 Euro Ablöse ein gutes Geschäft.
Teamchef Ralf Rangnick sah lange die gewohnten Zentrumsspieler vor dem Techniker, nach dem Ausfall von Laimer wurde doch Horvath gerufen. Sollte in einem der vier anstehenden Spiele in der Nations League der Routinier auch zu einem Einsatz kommen, wären spät, aber doch alle ÖFB-Teams durchgespielt – von der U-16 mit dem Debüt im Frühjahr 2011 bis zum A-Team, mehr als 15 Jahre später.
Source:: Kurier.at – Sport



