TV-Panne in Graz: Bundesliga gesteht Fehler, Sky trifft keine Schuld

Sport

Am Montag hat der KURIER über den TV-Ausfall beim Bundesliga-Schlager zwischen Sturm Graz und dem LASK berichtet. Bild und Ton fielen in der Schlussphase komplett aus, betroffen war auch der Video-Schiedsrichter. Ob der LASK in Minute 92 einen Elfmeter verdient gehabt hätte, wird niemand mehr klären können.

Zwei Tage nach dem Spiel äußerte sich nun die Bundesliga mit einem Statement auf der eigenen Homepage. Der Fehler wird darin eingeräumt: Ein technischer Defekt in der Stromversorgung des Übertragungswagens habe die gesamte Produktionstechnik lahmgelegt. Man bedauere den Ausfall und entschuldige sich bei den Zuseherinnen und Zusehern.

Sky trifft keine Schuld

Interessant ist, wen die Bundesliga dafür verantwortlich macht. Der Fehler habe ausschließlich bei der von der Liga beauftragten Basissignal-Produktion durch die Firma Uppercut Broadcast gelegen, heißt es wörtlich, nicht im Einflussbereich von Sky.

Seit dieser Saison liefert Uppercut Broadcast das Bild, Sky übernimmt es nur noch und strahlt es an die eigenen Kunden aus. Für die technische Produktion vor Ort trägt Sky damit keine Verantwortung mehr, ausbaden muss der Sender die Panne trotzdem, nämlich gegenüber den eigenen, zahlenden Abonnenten.

Nicht erst seit dem vergangenen Wochenende wird Sky in sozialen Netzwerken und Foren wie dem Austriansoccerboard scharf kritisiert und von seinen Kunden unter Druck gesetzt, die Rede ist von einem „unbrauchbaren Produzenten“. Viele User schreiben davon, ihre Abos kündigen zu wollen.

Dass die Bundesliga ausgerechnet jetzt öffentlich klarstellt, Sky treffe keine Schuld, könnte auch damit zu tun haben, dass der Sender selbst für das Standing seiner Marke geradestehen muss, obwohl er auf die Produktion vor Ort längst keinen Einfluss mehr hat.

  U-21-Team um EM-Ticket: Starker Kader und eine heikle Einberufung

Kein Statement zum VAR-Ausfall 

Nicht eingegangen wird im Statement der Bundesliga auf den VAR-Ausfall bei der strittigen Elfmeter-Szene, von „Unannehmlichkeiten für die Zuseherinnen und Zuseher“ ist die Rede, mehr nicht.

Ebenso kein Thema ist dabei die Thematik um die Anzahl der TV-Kameras, die – wie vom KURIER berichtet – in dieser Saison deutlich zurückgegangen ist. Dabei soll die Bundesliga laut einem Bericht der Tageszeitung Der Standard bereits Maßnahmen prüfen, um künftig wieder mehr Kameras einzusetzen, ein stiller Kurswechsel, nachdem man eine Reduktion zuvor dementiert hatte.

…read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.