Warum Rapid-Fans vom Derby gegen die Austria ausgeschlossen sind

Sport

350-mal gab es Austria – Rapid. Das Wiener Derby steht im Männerfußball für ebenso große Tradition wie Emotion – und den einen oder anderen Skandal. Am Sonntag (13 Uhr/live ORF) kommt es zum ersten Derby der Frauen, das mehr Aufmerksamkeit für den Frauenfußball bringen sollte. In der Generali Arena trifft der Dritte auf den Achten der Bundesliga.

Der KURIER beantwortet die wichtigsten Fragen:

Was ist zu erwarten?

Die Austria ist als Doublesieger der glasklare Favorit gegen den Aufsteiger. Das Team von Stefan Kenesei hat beim 1:1 am Donnerstag Inter an den Rand einer Niederlage in der Champions League gebracht und hält in der Liga bei 16 Punkten aus sieben Spielen. Rapid-Kapitänin Sandrina Haupt spricht von „einem durchwachsenen Start“ nach einem Sieg und insgesamt sieben Punkten. Trainerin Katja Gürtler meint: „Wir wissen um die Qualität der Austria, wollen aber mutig auftreten. Das wird entscheidend sein.“

Welche Rolle spielen die Standardsituationen?

Eine große. Die Austria konnte Serienmeister St. Pölten nur durch die Stärke bei ruhenden Bällen entthronen. Die im Schnitt kleineren Rapidlerinnen haben bei Standards große Probleme. Beim 0:2 gegen Sturm fielen beide Tore aus Eckbällen. Danach wurden wieder Standards trainiert – das 0:1 gegen Salzburg war erneut einer.

Bekommt die Begegnung ähnliche Bedeutung wie das Männer-Derby?

„Rapid und Austria sind im Männerbereich traditionsreiche Klubs. Dagegen ist unsere Geschichte jung“, sagt Austria-Trainer Stefan Kenesei, der ergänzt: „Ich bin aber Austrianer durch und durch. Wir können nicht gegen Rapid verlieren!“

Bei Rapid wird auf Geduld gesetzt – sportlich, wie beim Aufbau der Fanbasis. Ein großer Teil der zwei Millionen Euro aus der „Rapid-Anleihe“ wird im Verein zu Frauen und Mädchen fließen.

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Wie viele Zuschauer werden erwartet?

Die 3.609 Fans gegen Inter waren ein Austria-Rekord. Eigentlich hätte man beim Derby mit mehr rechnen können. Doch mehr als 2.000 werden kaum ins Stadion kommen. Der Grund ist ein eingeschränkter Verkauf nur für Austria-Mitglieder.

Wie kam das Verbot für Rapidfans zustande?

Im Rahmen der Derbystrafen sind keine Gästefans bei den Männern erlaubt. Rapid verzichtete selbst für das erste Frauen-Derby auf den Gästesektor. Woraufhin ein Frauen-Fanklub von Rapid dazu aufrief, in Weiß in den neutralen Bereich zu kommen. Deshalb sah sich die Austria gezwungen, den Verkauf auf die eigenen Abonnenten zu beschränken. Kenesei meint: „Diese großen Spiele mit viel Aufmerksamkeit und vielen Zuschauern sind wichtig. Deshalb hätte ich mir gewünscht, dass es die Möglichkeit gibt, dass beide Fanlager ins Stadion kommen.“

Gibt es einen der üblichen Derby-Aufreger?

Bei der Austria-Reise zum Champions-League-Spiel bei Chelsea posierte eine Austrianerin mit einem Koffer mit der Aufschrift „Jebem ti Rapid“. Eine familienfreundliche Übersetzung dieses Balkan-Fluches lautet „Ich scheiße auf Rapid“. Die Rapidlerinnen haben auf einen Konter verzichtet – bis jetzt.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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