20 Punkte Rückstand auf Rapid: Wie die Austria überraschen will

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20 Punkte trennen Rapid und Austria vor dem 351. Wiener Derby. So weit lagen Hütteldorf und Favoriten noch nie auseinander, möchte man meinen. Stimmt aber nicht ganz.

Im April 2013 gab es vor dem Derby ebenfalls 20 Punkte Differenz – damals lag aber die Austria an der Spitze, Rapid war Dritter. Die Austria wurde dann auch Meister.

Davon sind die Veilchen aktuell meilenweit entfernt. Für die Buchmacher ist Rapid sogar der klarere Favorit als vor dem Cup gegen Zweitligist Vienna (Endstand 3:0).

„Ich liebe meine Frau sehr“

Trainer Johannes Hoff Thorup hat dennoch großen Respekt vor der Austria und betont: „Ich würde ohnehin nicht wetten, denn: Wer Glück im Spiel hat, hat Pech in der Liebe. Und ich liebe meine Frau sehr.“

Bei der Austria hat der Trainerwechsel noch nicht den gewünschten Effekt gebracht. Genauso wie Coach Max Uhlig steht auch Valentino Müller vor dem ersten Wiener Derby. „Von außen betrachtet ist die Ausgangslage recht klar“, gibt der Vorarlberger zu, „aber ich habe mir sagen lassen, dass ein Derby eigene Gesetze hat. Das werde ich mal so glauben …“

Rapid-Goalgetter Ercan Kara glaubt zu wissen, wie in Favoriten der Favorit gestürzt werden soll: „Es geht um die Leidenschaft. Die Austria wird es darauf anlegen, aus dem Derby ein besonders emotionales Spiel zu machen.“ Dann kann der Heimvorteil – Auswärtsfans sind beim Derby weiterhin ausgesperrt – noch größer werden. Kara: „Aber darauf sind wir vorbereitet.“

„Energie entfachen“

Bei den Gastgebern ist das berühmte Kribbeln zu spüren. Müller: „Das merkt man in der Kabine und im ganzen Verein. Das Emotionale kann viel Energie entfachen. Es ist aber auch wichtig, klar zu bleiben, damit man den Plan umsetzen kann.“

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Apropos Plan: Wie will es der Trainer anlegen? „Man kann es zurückhaltend angehen, man kann aber auch den offensiveren Ansatz wählen“, erklärt Uhlig kryptisch. Es wird wohl eher die zweite Variante werden. „Wir werden uns auf jeden Fall zutrauen, etwas zu holen.“

Hoff Thorup hat mit seinen Analysten lange daran gearbeitet, den Spielern Uhligs Plan möglichst genau vorhersagen zu können. „Er lässt etwa im Spielaufbau mehr Risiko zu. Aber das Wichtigste ist, dass wir unseren Leistungsstandard abrufen. Mit einer guten Performance von uns wird es auch ein gutes Ergebnis geben.“

Wird das Ruder herumgerissen?

Uhlig sieht die klare Handschrift des dänischen Konkurrenten: „Eine sehr ballbesitzstarke Mannschaft, mit Dahl und Demir auch zwei Flügel, die extrem gut im 1 gegen 1 sind.“ Nachsatz: „Es gibt aber auch Dinge, die sie nicht so gut machen.“

Die Austria müsse das Derby als Chance sehen: „Es gibt keine bessere Gelegenheit, das Ruder herumzureißen.“

In der Vergangenheit lag es an Kara, im Austria-Stadion für Rapid etwas herauszuholen. Ohne seinen Kopfball zum 1:1 im Frühjahr hätten die Rapidler alle vier Duelle der Vorsaison verloren. Beim 2:1 im Frühjahr 2025 sorgte der Wiener für das Goldtor zum bisher letzten Rapid-Sieg bei der Austria.

Poker um Karas Vertrag

Dass der 30-Jährige gerne noch lange in Hütteldorf stürmen will, hat Kara oft betont. Auch Hoff Thorup wurde schnell zum Fan des Stürmers.

Mittlerweile bestätigt auch Sportchef Markus Katzer, dass an einer Verlängerung des 2027 auslaufenden Vertrags gearbeitet wird.

Laut KURIER-Recherchen ist …read more

Source:: Kurier.at – Sport

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