Rapid: Wiedersehen mit Hoff Thorups Angstgegner unter den Trainern

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Johannes Hoff Thorup stellte sich vor dem Heimspiel gegen den WAC am Freitag (19.30 Uhr) wie üblich den Fragen der Journalisten.

Nur die Begleitung des Rapid-Trainers war ungewöhnlich: Der Däne hatte sich ausdrücklich Louis Schaub an seine Seite gewünscht – obwohl der Techniker in der Liga noch nie mehr als 19 Minuten Einsatzzeit bekam.

Es könnte nach fünf Partien mit der identen Startelf zwar eine Veränderung geben – aber es wäre eine Überraschung, wenn das Schaub betreffen sollte.

„Louis ist ein wichtiger Teil des Kaders“, erklärt Hoff Thorup, der den Routinier als einen wichtigen Faktor abseits des momentan strahlenden Rampenlichts beschreibt: „Er übernimmt intern viel Verantwortung, denkt immer zuerst an das Team und trainiert mit hoher Qualität.“

Harte Konkurrenz

Wären nicht Matthias Seidl und Nico Bajlicz in überragender Form, sowie das Duo mit der höchsten Quote an erfolgreichen Pässen in der gesamten Liga (92 bzw. 93 Prozent), dann würde Schaub auch mehr Spielzeit bekommen.

Dass der ausgebildete Offensivgeist mit 31 Jahren noch zu einem Zentrumsspieler wird, der vor der Abwehr Bälle verteilen soll, überrascht viele, nicht aber den 29-fachen Teamspieler selbst: „Ich habe mir das immer vorstellen können, weil ich gerne den Ball habe. Mir kommt unser Stil entgegen.“

Schaubs Lieblingsgegner

So wie der Gegner. Der damals 16-jährige Schaub hat mit einem Doppelpack für Rapid II 2011 den WAC aus dem Cup geschossen: „Das war mein erster großer Moment im Hanappi-Stadion.“ Es folgten danach in 23 Duellen mit den Wolfsbergern sieben Volltreffer.

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Eine bessere Quote hat „Euro-Louis“ nur im Europacup mit 21 Toren in 56 Spielen. Falls es gegen das Schlusslicht eng wird, könnte Hoff Thorup an diese WAC-Quote denken.

Denn der 37-Jährige merkt sich auffallend viele Details. So wie nach dem 3:1 gegen das von Markus Schopp gecoachte Hartberg, als der Coach sofort kombinierte: „Jetzt steht nur noch ein Team auf meiner Liste.“ Gemeint war die Austria, die Hoff Thorup als einziges Team noch nicht geschlagen hatte.

Das war mit dem 2:0 ebenfalls erledigt.

Geblieben ist die Bilanz gegen Manfred Schmid. Gegen seine defensiv kompakten Hartberger verzweifelten die Rapidler im Frühjahr: 1:1, 2:2, 0:2 lauteten die schwachen Ergebnisse.

Als Hoff Thorup vom KURIER darauf aufmerksam gemacht wird, dass Manfred Schmid der erste Coach ist, der zum vierten Mal gegen ihn antritt und noch unbesiegt ist, runzelt der Rapid-Trainer die Stirn. „Das Ziel ist ganz klar ein Heimsieg. Dafür müssen wir mit Respekt und Disziplin auftreten.“

Die Trademark von Schmid

Ist der Wiener ein Angstgegner? Hoff Thorup verrät, dass am Mittwoch ausführlich für den „Schmid-Stil“ trainiert wurde: „Seine Trademark sind diese beiden Stürmer, die immer lauern. Verteidigt wird im tiefen Block, aber die zwei Angreifer warten immer auf die schnellen Konter. So war der WAC auch beim 1:1 gegen Sturm schon sehr gefährlich.“

Marcelin kehrt zurück

Beim Abschlusstraining war es übrigens besonders voll am Rasen: Neben Daniel Nunoo ist auch Ari Marcelin ins Mannschaftstraining zurückgekehrt.

Der Pechvogel hatte nach dem Muskelabriss ein Jahr lang um ein Comeback gekämpft. Nach drei Einsätzen für Rapid II passierte im August eine Folgeverletzung.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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