
Geht’s ums Geld, kann man es eigentlich nur falsch machen. Gar nichts machen und das Vermögen auf dem Sparkonto oder im Kopfpolster bunkern, ist superfalsch – Stichwort Wertverlust. Zum Berater gehen und Produkte abschließen, ist auch falsch, weil Bank oder Berater zu viel vom Gewinn abzweigen. Wenig Risiko eingehen und in konservative Produkte wie Fonds investieren, ist falsch, weil Renditen überschaubar bleiben. Sich für risikoreichere Produkte wie Einzelaktien zu entscheiden, ist auch falsch, weil eben viel Risiko. Und in Eigenregie auf vermeintlich sichere Produkte wie ETFs setzen, ist auch falsch, weil irgendwer immer eine bessere Strategie hat und der erwählte ETF out ist, noch bevor der Sparplan die erste Abbuchung durchgeführt hat.
Man braucht also ein dickes Fell und etwas Mut, um sein Geld in die Hand zu nehmen. Aber es ist unumgänglich geworden. 100 Euro im Jahr 2020 sind heute nur noch 74,73 Euro wert. Wer zumindest die Kaufkraft erhalten möchte, muss das Geld für sich arbeiten lassen – und wohl oder übel beginnen, sich damit auseinanderzusetzen. Das Positive: Finanzwissen aufbauen ist heute einfacher und günstiger denn je. Längst ist der Kapitalmarkt nicht nur jenen vorbehalten, die viel Kapital mitbringen. Ein Einstieg klappt ab wenigen Euro pro Monat. Und wenn man einmal weiß, wie es geht, kann das Ganze sogar richtig Spaß machen.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



