
Noch am Samstag hat Eva-Maria Holzleitner unmissverständlich klargemacht, dass sie die SPÖ auch nicht interimistisch übernehmen will. Die Wucht der Ereignisse hat sie nun zum Umdenken bewegt. Gemeinsam mit Klubchef Kucher soll sie den Übergang an der Spitze bis zu einem Parteitag im Frühling organisieren.
Eine Dauerlösung will sie nicht sein. Schon bisher hat sich die Frauenvorsitzende nicht unbedingt an die Spitze gedrängt. Wirklich attraktiver ist die Position durch die Ereignisse der vergangenen Wochen und die zersplitterte Führungsstruktur nicht geworden.
Als Wissenschaftsministerin hat Holzleitner im Clinch mit den Rektoren über das künftige Uni-Budget eigentlich gerade genug zu tun. Auch wichtige Frauenthemen – etwa die Fußfessel für gewalttätige Männer – gilt es zu bewältigen.
An sich ist die 33-Jährige aus Wels eine Frühstarterin in der SPÖ. Bei ihrem Parlamentseinzug 2017 war sie die jüngste Abgeordnete ihrer Fraktion. Da leitete die studierte Sozialwissenschafterin auch eine der beiden großen Jugendorganisationen der Sozialdemokraten, die „Junge Generation“. Davor war sie bereits bei der Schülerorganisation AKS aktiv.
Holzleitner gilt als eher verbindend und im Umgang freundlich. Auch Loyalität und Kompetenz gehören zu ihren Eigenschaften, die selbst außerhalb ihrer Partei geschätzt werden.
Source:: Kurier.at – Politik



