Was auf die Schüler im neuen Schuljahr zukommt

Politik

Nur noch zehn Tage, dann beginnt in Ostösterreich das neue Schuljahr. Heuer mit etwas günstigeren Voraussetzungen, wie Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos) am Mittwoch bei einer Vorschau betont. „Beim Lehrermangel ist die Trendwende gelungen. Wir haben wieder ausreichend Bewerber“, sagt der Minister. So gebe es 18.587 Bewerbungen auf rund 9.000 offene Stellen. Das sei ein klarer Anstieg.

1.808 der Bewerber seien Quereinsteiger. „Das ist auch in Zeiten, in denen der Mangel geringer ist, wichtig, weil mit ihnen zusätzliche Expertise in die Schulen kommt.“ 

Nach wie vor gebe es aber Mängel in bestimmten Regionen und Fächern, allen voran in den Naturwissenschaften und beim Sport. Beim Schultyp seien vor allem die Volksschulen betroffen.

Zufrieden zeigt sich Wiederkehr mit der Sommerschule, die vor Kurzem gestartet ist und heuer erstmals verpflichtend für Schüler mit schlechten Deutschkenntnissen ist. 58.500 Kinder haben sich angemeldet. „Entgegen der Bedenken gibt es ausreichend Lehrkräfte, über 7.000 sind vorhanden“, sagt der Minister.  

Er präsentiert darüber hinaus Projekte für das kommende Schuljahr. Viele davon sind bereits länger bekannt. Eine Auswahl:

Chancenbonus: Treffsicher sollen 400 Schulen, die besonderen Bedarf haben, gefördert werden. Sie bekommen 800 zusätzliche Personen, nicht nur Lehrer, sondern etwa auch  Schulpsychologen. Welche Berufsgruppe zum Einsatz kommt, entscheiden die Schulen selbst. 

Deutschförderung: Auch hier dürfen die Schulen nun autonom entscheiden, welche Modelle für ihren Standort passend sind. „Bisher gab es ein sehr starres System“, so der Minister. Von den in Frage kommenden Schulen hätten sich 52 Prozent für ein autonomes Modell entschieden.

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Transparenz: Erstmals werden Schuldaten veröffentlicht, beginnend ab Oktober mit den Volksschulen. „Die Schulen haben die Daten schon im Vorjahr bekommen, damit sie am Standort Maßnahmen setzen können“, sagt Wiederkehr, der Bedenken zerstreuen will. „Ziel sind keine Schulrankings, sondern ein fairer Vergleich von Schulen, die tatsächlich miteinander vergleichbar sind.“ 

Mittleres Management. Dafür sind 620 Planstellen im neuen Schuljahr vorgesehen, 800 im Vollausbau. Die Fachkräfte sollen die Schulleitung unterstützen, damit diese mehr Zeit für ihre eigentlichen Aufgaben bekommt.

Freiraum Schule: An den Standorten soll die Bürokratie abgebaut werden. Etwa mit „Teachers direct“, einem zentralen Kommunikationstool.

Suspendierungsbegleitung: Sie ist nun verpflichtend und umfasst eine pädagogische und psychosoziale Betreuung von Schülern, die temporär von der Schule verwiesen werden mussten. Damit soll ihre Wiedereingliederung erleichtert werden. Vorgesehen sind bis zu 20 Stunden. 70 neue Schulpsychologen kommen dafür zum Einsatz. 

Kopftuchverbot. Diese umstrittene Maßnahme für Unter-14-Jährige tritt in diesem Schuljahr in Kraft. „Es soll zunächst Gespräche geben, wenn es nicht eingehalten wird“, sagt der Minister. Vorgesehen ist ein Eskalationsszenario, das bis hin zu Verwaltungsstrafen von bis zu 800 Euro reicht, wobei die Geldstrafen nicht nur einmalig verhängt werden 

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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