Am Millionentransfer vorbei: Der aufgeschobene Abschied von Wurmbrand

Sport

Am Freitag reisen die Rapidler nach Kärnten. Dort, wo die Luft Nikolaus „Niki“ Wurmbrand besonders guttun dürfte.

In Wolfsberg hat der Flügelstürmer beim Startelf-Debüt sein erstes Tor erzielt (vor genau zwei Jahren) und seinen ersten Doppelpack geschafft (im August 2025), zuletzt im Cup gegen Klagenfurt (5:2) hat er erstmals drei Tore bejubelt.

„In Kärnten ist es immer gut gelaufen für mich, und Tore tun immer gut. Aber davon kann sich jetzt keiner mehr etwas kaufen“, sagt der U21-Teamspieler, der bei der Rückkehr ins Lavanttal gegen den ersatzgeschwächten WAC (Samstag, 19.30 Uhr) erneut nur als Joker starten könnte.

Geplanter Verkauf

Dass das größte Talent der Grünen seit Yusuf Demir (der zuletzt ausgerechnet Wurmbrand wieder verdrängt hat) nach dem Transfersommer überhaupt noch bei Rapid ist, hätten vor wenigen Monaten die wenigsten Verantwortlichen in Hütteldorf vermutet.

Um einen Sommertransfer vorzubereiten, hat sich wie berichtet Wurmbrands Vater – ein erfolgreicher Jurist – mit Berater-Firmen zusammengetan. Zuerst mit SPOCS (von Sascha Empacher und ORF-Experte Helge Payer), im Transferfinish dann mit der großen deutschen Agentur ROOF.

Das auch mit Rapid-Sportchef Markus Katzer besprochene Ziel war ein Millionentransfer nach Deutschland.

Knapp vor dem Deadline Day wurde es konkret. Aber in einem Fall wäre es nur eine Leihe in die Bundesliga gewesen, und in einem anderen Fall war Rapid nicht mit der Ablöse zufrieden. Laut Sky kamen die späten Angebote von Schalke und Gladbach.

5-Millionen-Angebot

Dennoch hätte die von Rapid bei einem Vertrag ohne Ausstiegsklausel bis 2028 erwartete Ablöse von rund fünf Millionen Euro heuer lukriert werden können.

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Laut KURIER-Informationen gab es zwei konkrete Angebote aus guten Ligen. Doch der Sprinter zielte eben nach Deutschland.

Sauer über den wohl nur aufgeschobenen Abschied wirken weder die Verantwortlichen noch der Spieler. Wurmbrand wird intern als ebenso fleißig wie höflich beschrieben und sagt: „Ich will jeden Tag besser werden und gebe deswegen immer alles.“

7 Scorerpunkte in 12 Einsätzen 

Nach einem schwachen Frühjahr ohne Scorerpunkt („Das war unter meinen eigenen Ansprüchen“) deuten fünf Tore und zwei Assists in zwölf Einsätzen in dieser Saison wieder in die richtige Richtung.

Aber die Konkurrenz in der Offensive ist stärker geworden. Mit Moulaye Haidara gibt es einen Aufsteiger, der noch jene Unbekümmertheit ausstrahlt, die Wurmbrand nach dem schnellen Aufstieg in das A-Nationalteam – samt Tor beim 10:0 gegen San Marino im Oktober 2025 – zwischenzeitlich verloren gegangen sein dürfte.

Öffentlich beklagen würde sich der 20-Jährige über seine Rolle in Bundesliga-Spielen (bisher stets nur Joker) aber nie: „Wir haben einen harten Konkurrenzkampf, das ist auch wichtig. Jeder soll und will seinen Teil für den Mannschaftserfolg abliefern, auch wenn es nur für wenige Minuten von der Bank kommend ist.“

Um einen genauen Plan für den WAC zu erarbeiten, hatte Trainer Johannes Hoff Thorup erstmals in dieser Saison vor einem Ligaspiel eine volle Woche Zeit.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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