Sister Act im Basketball: Zwei Schwestern erstmals vereint in Wels

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Die Korbjagd möge wieder beginnen. Die Basketball-Superligen eröffnen am Wochenende die neue Saison. Bei den Männern will Kapfenberg den Titel verteidigen, bei den Frauen jagen alle die Duchess aus Klosterneuburg, die nach ihrer Perfect Season nachlegen wollen. Zum Auftakt geht es für die Niederösterreicherinnen aber gleich gegen Wels – und die Oberösterreicherinnen haben sich heuer viel vorgenommen. Nicht zuletzt dank einer Rückkehrerin.

Diese heißt Anna Alborova, ist 21 Jahre jung, blickt aber bereits auf eine bewegte Karriere zurück. Schon früh wurde ihr Talent erkannt, und sie verließ im Alter von nur 16 Jahren Oberösterreich Richtung Spanien. Die letzten beiden Jahre verbrachte die österreichische Teamspielerin in Deutschland, warf für Halle Körbe. Ihre Rückkehr hat mehrere Gründe.

„Das letzte Jahr in Deutschland war sehr schwierig“, berichtet sie von einem mentalen Loch, in das sie gefallen sei. „Es sind Dinge passiert, die so nicht ausgemacht waren, alles hat viel mit dem Trainer zu tun. Ich hatte weder Spaß noch Motivation.“ Den Wechsel nach Wels sieht Alborova als „kleinen Schritt zurück, damit ich dann wieder einen großen nach vorne machen kann“.

Sister Act

Selbstbewusst, wie sie ist, sagt sie: „Ich bin jetzt zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Ich bin bereit.“ Die Vorfreude ist groß – das hat aber auch noch einen anderen Grund. In Wels wird sie erstmals auch mit ihrer kleinen Schwester in einer Mannschaft spielen. Die ist zwar eigentlich ihre Halbschwester, hört auf den Namen Sophia Kuranovic und gilt mit erst 15 Jahren als derzeit wahrscheinlich größtes Talent im Lande.

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„Ich bin älter und habe mehr Erfahrung“, erzählt Anna, „aber ihr Basketball-IQ ist sicher höher.“ Was die beiden auszeichnet? „Ich ziehe vielleicht mehr zum Korb, sie hat mehr Geduld und spielt wirklich crazy Pässe. Sie ist eine unglaubliche Passerin, sie wird viele Assists liefern.“ Die Konkurrenz kann sich jedenfalls warm anziehen. Alborova ist überzeugt vom Sister Act: „Wir sind ein Dream-Team. Die Leute werden Spaß haben, uns zuzuschauen.“

Der Basketball fällt in der Familie nicht weit vom Stamm. Mama Natalia Kuranovic – sie ist einst mit der zweijährigen Anna nach Wels gekommen – war russische Nationalspielerin. Papa Damir Kuranovic hat ebenfalls gespielt und war auch Coach. „Ich habe zuerst eigentlich Tennis gespielt, Sophia Geige. Dann haben uns die Eltern zum Basketball gebracht“, erinnert sich Alborova. „Sie haben unser Talent früh erkannt und uns dann ein bisschen zu unserem Glück gezwungen. Dafür sind wir sehr dankbar.“

Aller guten Dinge sind drei

Familie wird groß geschrieben, die 21-Jährige ist auch wieder ins „Hotel Mama“ gezogen. „Ein großer Pluspunkt.“

Nicht vergessen darf man den Dritten im Bunde. Sophias Zwillingsbruder Benjamin ist drauf und dran, in die großen Fußstapfen von Jakob Pöltl zu treten. Aktuell spielt er in Slowenien, seine Schwester traut ihm jedoch viel zu: „College und dann hoffentlich NBA. Die Voraussetzungen sind gut.“

Ihrer Schwester traut sie ebenfalls den Sprung in die USA zu: „Ans College auf jeden Fall, vielleicht dann auch WNBA.“ Und sie selbst? „Ich bin schon ein bisschen älter, aber vielleicht ergibt sich noch die Chance mit dem College.“ Nach dieser Saison will sie jedenfalls wieder ins Ausland. Mental gestärkt …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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