Die Zukunft endet (nicht) mit 18

Wirtschaft

6,7 Prozent Rendite im Jahr und das spesen- und steuerfrei? Das klingt zu gut, um wahr zu sein. Dahinter steht kein windiger Finanzberater, sondern die Bundesregierung. Das von Kanzler Christian Stocker geplante Zukunftsdepot  soll einen attraktiven Vermögensaufbau mittels Wertpapieren ermöglichen.

So weit, so gut. Endlich gibt es einen Versuch, Investitionen auf dem Kapitalmarkt steuerlich zu begünstigen. Österreich ist hier schließlich Europas Schlusslicht.

Doch die Umsetzung ist alles andere als durchdacht. Zum einen steht das Zukunftsdepot nur Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre offen. Dann muss das gesammelte Kapital entnommen und zu normalen Steuerbedingungen veranlagt werden. Die Zukunft endet aber nicht mit dem 18. Lebensjahr. Ohne Wiedereinführung einer Behaltefrist ist das Depot somit nur die halbe Miete.

Angesichts leerer Staatskassen ist es auch fragwürdig, warum die Regierung wieder die Gießkanne auspacken und jedes Depot mit einer Starthilfe von 500 Euro ausstatten will. Und wie kommen private Banken dazu, ein solches Depot inklusive Beratung gratis anbieten zu müssen?

Größter Haken: Die versprochene Rendite basiert auf dem MSCI-Aktienindex. Doch nicht jeder Vorsorger wird dem folgen. Und wenn dann am Ende des Tages die Rendite weniger sein sollte, beginnt das große Wehklagen.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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