Österreicher werden immer reicher, aber Inflation frisst viel Ertrag

Wirtschaft

Die wachsende Abhängigkeit von KI-getriebenen Finanzmärkten macht Haushaltsvermögen verwundbarer. Zu dieser Erkenntnis gelangt die 17. Ausgabe des Allianz Global Wealth Reports, der die Vermögens- und Verschuldungssituation in fast 60 Ländern analysiert und am Dienstag publiziert wurde. 

Als Beispiel nennt der Report den US-Index S&P 500. Dieser legte seit Ende 2022 um rund 95 Prozent zu. Eine Korrektur um 25 Prozent würde rund 27 Billionen Dollar an US-Haushaltsvermögen vernichten – fast 14 Prozent des gesamten Nettovermögens – und die US-Wirtschaft in eine Rezession drücken.

Noch profitieren allerdings auch die privaten Anleger vom KI-Hype, der sich weltweit an den Börsen niederschlägt. So schloss der wenig techlastige Wiener Leitindex ATX am Montag erstmals über der Marke von 7.000 Punkten.

Rekordwert

Das Geldvermögen der heimischen Haushalte stieg laut dem Report im Vorjahr um fünf Prozent auf 968,6 Mrd. Euro. Die Neuanlagen gingen zwar um 7,6 Prozent auf 27,8 Milliarden Euro zurück, erreichten aber den zweithöchsten Wert seit Beginn der Datenreihe; nur im Rekordjahr 2024 wurde mehr gespart. 53 Prozent davon flossen in Wertpapiere, 41 Prozent in Bankeinlagen und 5 Prozent in Versicherungen und Pensionen. Weltweit gab es einen Anstieg um 8,6 Prozent auf den Rekordwert von 268,4 Billionen Euro.

„Das globale Geldvermögen hat 2025 erneut einen Rekord erreicht – doch nominale Rekorde erzählen nur die halbe Geschichte“, sagt Ludovic Subran, Chefvolkswirt der Allianz. „Seit 2019 ist das nominale Geldvermögen um 50 Prozent gestiegen, real, also bereinigt um die Inflation, jedoch nur um 23 Prozent.“ 

In Westeuropa ist die Entwicklung demnach noch schwächer: Dort liegt das reale Geldvermögen lediglich 0,5 Prozent über dem Niveau von 2019. In Österreich beträgt das reale Plus 1,4 Prozent. In Nordamerika sind es 21 Prozent, in China 70 Prozent.

  Putin stellt Metro unter staatliche Verwaltung

Für heuer erwartet Allianz Research ein weltweites Wachstum des Geldvermögens von rund neun Prozent. Mittelfristig würden ein schwächeres Wirtschaftswachstum, anhaltender Inflationsdruck, geopolitische Fragmentierung und hohe Staatsschulden die Renditeaussichten trüben.
 

…read more

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

(Visited 3 times, 3 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.