Ex-Journalistin mit „F**k Biden“-Shirt ist nun Trumps Sprecherin

Politik

Beni Rae Harmony heißt Donald Trumps neue Hoffnung. Die 24-Jährige arbeitete zuletzt als Journalistin für das rechte Medium Real America’s Voice. Dort soll sie sich laut US-Regierung als „vertrauenswürdige Stimme der MAGA-Bewegung“ erwiesen haben, berichtet der Guardian.

Laut ihrem LinkedIn-Profil war Harmony außerdem für zwei Kongressabgeordnete als Pressemitarbeiterin tätig: Paul Gosar aus Arizona und Matt Gaetz aus Florida. Beiden Abgeordneten wird eine Nähe zum Rechtsextremismus vorgeworfen.

Einer von Harmonys ehemaligen Chefs, der frühere Kongressabgeordnete Matt Gaetz, sitzt inzwischen nicht mehr im Parlament. Dem ehemaligen Abgeordneten warf der Ethikausschuss des Kongresses unter anderem sexuellen Missbrauch von Minderjährigen und Drogenkonsum vor.

Auch Paul Gosar sorgte 2021 für Aufregung. Damals veröffentlichte er ein animiertes Video, in dem die demokratische Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez getötet wird. Zudem griff das Video den damaligen US-Präsidenten Joe Biden an.

„Fuck Joe Biden“ und ein Gewehr

Apropos Joe Biden: Beni Rae Harmony verteidigte Gosars Verhalten in einem Video, das noch immer auf YouTube zu sehen ist. Im November 2021 setzte sie noch eines drauf. Harmony posierte in einem T-Shirt mit einer Anti-Biden-Botschaft – „F**k Joe Biden“ – und einem Gewehr. Das Foto wurde von Jarome Bell, einem rechtsextremen republikanischen Kandidaten für das Repräsentantenhaus, auf Instagram veröffentlicht. 

Bell, dessen Kongresswahlkampf 2022 erfolglos blieb, posierte ebenfalls auf dem Bild. Bislang reagierte Harmony laut Guardian nicht auf Presseanfragen zu dem Foto mit dem Biden-Shirt.

Vom umstrittenen Medium ins Weiße Haus

Harmony lässt ihre Vergangenheit mit einem bemerkenswerten Karrieresprung hinter sich. Als stellvertretende Pressesprecherin im Weißen Haus gehört sie nun zu den engsten Vertrauten des Präsidenten. Für das Weiße Haus scheint das kontroverse Foto kein Thema zu sein. „Beni Rae Harmony wird als stellvertretende Pressesprecherin eine hervorragende Verstärkung für das Kommunikationsteam von Präsident Trump sein – wir freuen uns darauf, sie an Bord zu haben!“, heißt es aus dem Weißen Haus.

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Der Zeitpunkt, zu dem Harmony ins Weiße Haus wechselt, scheint passend. Trump hat Journalisten überparteilicher Medien, die ihn häufig kritisieren, den Zugang erschwert.

Mit dem Versuch, bestimmte Medien wie CNN, Politico und MSNBC wegen angeblicher „Fake News“ zu verbieten, wollte Trump nach dieser Darstellung negative Berichterstattung über ihn und seine Politik eindämmen.

Harmony, die dafür bekannt zu sein scheint, ihre kontroversen Arbeitgeber zu verteidigen, passt damit offenbar in Trumps Kommunikationsteam.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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