
„Als Insolvenzursache nennt das Unternehmen im Eigenantrag die Folgen des Ukraine-Kriegs. Stark gestiegene Material- und Produktionskosten hätten dazu geführt, dass Großprojekte in den Jahren 2023 und 2024 trotz vertraglich vereinbarter Pönalen nur mit Verlusten abgeschlossen werden konnten. Die entstandenen Verluste hätten zu negativem Eigenkapital geführt und den Nachweis ausreichender Liquidität bei Vergabeverfahren erschwert. Wichtige Aufträge seien dadurch ausgeblieben“, so Creditreform.
Und weiters heißt es: „Weitere geopolitische Entwicklungen – die Firma nennt den “Iran-Krieg„ – hätten den Kosten- und Margendruck zusätzlich verstärkt. Eine geplante Beteiligung eines Investors sei zunächst verschoben und im Oktober 2026 überraschend beendet worden. Nach der anschließenden Sperre des Betriebsmittelrahmens durch die hauptfinanzierende Bank habe das Unternehmen wesentliche Projekte nicht mehr fertigstellen können. Die Löhne und Gehälter für Oktober 2026 konnten nicht mehr bezahlt werden.“
Über das Vermögen der Kaiser-Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in Deutschfeistritz ist am Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz ein Konkursverfahren eröffnet worden. Das bestätigt der Gläubigerschutzverband Creditreform dem KURIER. 44 Mitarbeiter sind laut AKV und KSV1870 von der Insolvenz betroffen.
Das 1973 gegründete Unternehmen ist im Anlagenbau tätig und hat sich auf die Herstellung von Betonmischanlagen für Transportbeton und die Fertigteilindustrie spezialisiert.
Schulden und Vermögen
Den Aktiva betragen rund 3,88 Millionen Euro, die Passiva etwa 7,42 Millionen Euro.
Keine Zukunft
„Eine Fortführung und Sanierung des Unternehmens ist nicht beabsichtigt“, heißt es weiters. „Es sollen jedoch noch kurz vor der Fertigstellung befindliche Projekte fertiggestellt werden.“
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



