
Befragt man die KI, ob sie ein Jobkiller ist, ist sie selbst nicht sicher. „Könnte sein, könnte so wirken, ist immer das, was man draus macht“, lautet ihre Antwort. Versehen mit dem Disclaimer „KI-generierte Antworten können Fehler enthalten.“
Wenn Firmen aktuell hundert, tausend oder hunderttausend Jobs kündigen, steckt immer eine Gemengelage aus Wirtschaftskrise, Konsumflaute, Globalisierung und Disruption dahinter. Die KI wirkt hier aber als Beschleuniger: Weil die Geschäfte nicht mehr gut laufen, das Geschäftsmodell schwächelt, die Erträge nicht ausreichen, bauen Unternehmen Mitarbeiter ab – sie machen das aber schneller und leichter, weil die Erwartung da ist, dass die KI die fehlenden Menschen kompensieren wird können.
Hier liegt mittelfristig der Denkfehler. Die KI kann Standard-Aufgaben abspulen, sie kann bestehendes Wissen wiedergeben, sie kann zusammenfassen und ist ein passabler Agent für alles, was schon da ist. Sie ist pseudoproduktiv, wie Experten sagen. Was die KI nicht kann, ist denken, entwickeln, kreativ sein, etwas schaffen. Und schon gar nicht ist sie menschlich, kontextbezogen oder verantwortungsvoll.
Unternehmen, die ihren Fachkräften und Managern die KI zur Seite stellen, können mit ihr wohl schneller, effizienter, vielleicht sogar besser sein. Als dauerhafter Ersatz für intelligente Menschen taugt sie nicht.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



