Trump: USA sichern sich ein Fünftel der Ölreserven Venezuelas

Politik

Die USA haben sich nach Angaben von Präsident Donald Trump riesige Ölvorkommen in Venezuela gesichert. Mit der Vereinbarung bringen die USA mehr als 65 Milliarden Barrel nachgewiesener Ölreserven unter ihre Kontrolle, wie Trump auf der Plattform Truth Social mitteilte. Das entspräche rund einem Fünftel der Vorkommen, die sich Schätzungen zufolge in Venezuela befinden.

US-Außenminister Marco Rubio erklärte im Onlinedienst X, die Vereinbarung werde Venezuela fast 100 Milliarden Dollar (85,8 Milliarden Euro) an privaten Investitionen bringen. Außerdem bedeute es für das südamerikanische Land nach jahrelanger Wirtschaftskrise „tausende gut bezahlte Jobs“ und einen Beitrag zum „Wiederaufbau von Venezuelas Wirtschaft“. Als Vorteil für die USA und ihre Bürger nannte der US-Chefdiplomat stabile Energiereserven und niedrigere Energiepreise.

Trump verspricht Sinken des Spritpreises

Die strategischen Ölreserven der USA befinden sich derzeit auf ihrem niedrigsten Stand seit November 1982. Dies ist eine Folge der Bemühungen der US-Regierung, die Lieferprobleme und Preissteigerungen infolge ihres Kriegs gegen den Iran auszugleichen.

Der Deal mit Venezuela sorge nun dafür, den Spritpreis „für alle Amerikaner“ auf Jahre hinaus zu verringern, versicherte Trump. An Kosten entstehe den US-Steuerzahlern durch die Vereinbarung nichts.

Rodriguez spricht von „historischem“ Abkommen

Rodríguez erklärte, in dem „historischen“ Abkommen mit den USA gehe es um die Entwicklung von 17 strategisch wichtigen Ölfeldern in Venezuela mit einem Potenzial von 65 Milliarden Barrel. Der Öl-Deal werde außer den mehr als 100 Milliarden Dollar an Investitionen auch mehr als 209 Milliarden Dollar an Steuereinnahmen für den Staat einbringen, erklärte sie im Onlinedienst Telegram. Auf diese Weise werde die Vereinbarung „eine bedeutende Wirkung für die Wiedergeburt unserer Nation“ haben.

  Wieso die AfD gegen die Briefwahl wettert

USA übten Druck auf Venezuela aus

Anfang des Jahres hatten US-Spezialkräfte den langjährigen Staatschef Venezuelas, Nicolás Maduro, gefangen genommen. Die USA klagten ihn und seine Ehefrau Cilia Flores unter anderem wegen des Vorwurfs des „Drogenterrorismus“ an. Von Kritikern wurde das Vorgehen als Verstoß gegen das Völkerrecht bezeichnet.

Venezuela wird nun von der früheren Vizepräsidentin Rodríguez als geschäftsführender Präsidentin geführt. Sie arbeitet mit Washington seit Längerem unter anderem in Erdölfragen zusammen.

Trumps Regierung will die großen Ölvorkommen des Landes zugunsten der USA nutzen und hatte erheblichen Einfluss auf die venezolanische Ölindustrie und Politik ausgeübt. Mit schätzungsweise 303 Milliarden Barrel verfügt Venezuela über die größten Ölreserven der Welt. Es handelt sich dabei vor allem um Schweröl, das nur mit spezieller Technik gefördert und raffiniert werden kann.

Trump steht zudem innenpolitisch unter Druck, weil der andauernde Iran-Krieg die Benzinpreise auch in den USA in die Höhe treibt. Der durchschnittliche Preis für bleifreies Benzin lag am Donnerstag bei 4,09 Dollar pro Gallone. Seit Beginn des Krieges ist er damit um über ein Drittel gestiegen. Laut dem Automobilverband AAA dürfte es für Autofahrer in den USA der teuerste August der Geschichte werden.

…read more

Source:: Kurier.at – Politik

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.