Alles zum Laver Cup: Wo Europa dem Rest der Welt überlegen ist

Sport

Europa gegen den Rest der Welt. Während dies politisch momentan gerade Realität wird, ist dies im Tennis ein geradezu freundschaftlicher Vergleich. Vielleicht liegt das auch an der Übermacht der Europäer, wie ein Blick auf die Grand-Slam-Sieger seit 2009 zeigt. 67 Major-Turniere in Folge wurden seit 2009 von europäischen Spielern gewonnen.

Am Freitag beginnt der direkte sportliche Vergleich zwischen Europa und dem Rest der Tennis-Welt. Was Sie vor dem Spektakel wissen müssen:

1. Warum gibt es den Laver Cup?

Die Idee stammt von Roger Federer und seinem Manager Tony Godsick. Der Bewerb ist ein Mannschaftsevent nach dem Vorbild des Ryder Cup im Golf. Seit 2017 treten Europa und der Rest der Welt gegeneinander an.

2. Wie funktioniert das Turnier?

Je sechs Spieler bilden Team Europe und Team World. Gespielt wird über drei Tage mit insgesamt zwölf Matches: neun Einzel und drei Doppel. Am Freitag zählt ein Sieg einen Punkt, am Samstag zwei und am Sonntag drei. Wer zuerst 13 Punkte erreicht, gewinnt. Bei 12:12 entscheidet ein zusätzliches Doppel.

3. Warum heißt der Bewerb „Laver Cup“?

Namensgeber ist der Australier Rod Laver, eine der prägenden Figuren der Tennisgeschichte. Laver ist bis heute der einzige Spieler, der zweimal – 1962 und 1969 – alle vier Grand-Slam-Turniere innerhalb eines Kalenderjahres gewann. Auch die Trophäe ist seinem Vermächtnis gewidmet: In ihr wurde unter anderem Metall aus einem seiner frühen Profi-Pokale verarbeitet.

4. Wer ist Rekordsieger?

Bei den Teams insgesamt liegt Europa mit fünf Siegen vorne. Team World gewann bislang drei Mal. Individuell hält Alexander Zverev mehrere Laver-Cup-Bestmarken: Mit seinem Einsatz 2026 kommt er auf sieben Teilnahmen, fünf Titel und 21 gewonnene Punkte. Damit ist er der Spieler mit den meisten Einsätzen und den meisten Siegen im Bewerb.

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5. Wie viel Geld gibt es für die Spieler?

Alle Teilnehmer erhalten zunächst eine Antrittsprämie, deren Höhe von ihrer ATP-Ranglistenposition nach den French Open abhängt. Dazu kommen für jeden Spieler des Siegerteams 250.000 US-Dollar Preisgeld. Die sechs Spieler der unterlegenen Mannschaft bekommen kein Preisgeld.

6. Gibt es beim Laver Cup ATP-Ranglistenpunkte?

Der Laver Cup ist zwar ein offiziell zertifiziertes ATP-Turnier, die Spieler erhalten für ihre Matches aber keine normalen ATP-Ranglistenpunkte. Die Ergebnisse werden jedoch in den offiziellen Spielstatistiken der Spieler erfasst. Damit ist der Bewerb sportlich offiziell eingebunden, ohne die ATP-Weltrangliste zu beeinflussen.

7. Welche sind die großen Stars 2026?

Team Europe spielt mit Carlos Alcaraz (ESP), Alexander Zverev (GER), Flavio Cobolli (ITA), Rafael Jodar (ESP), Jakub Mensik (CZE) und Casper Ruud (NOR). Team World hat Alex de Minaur (AUS), Taylor Fritz (USA), Learner Tien (USA), Alexander Bublik (KAZ), Francisco Cerundolo (ARG) und Brandon Nakashima (USA) aufgeboten.

8. War schon einmal ein Österreicher dabei?

Dominic Thiem war bisher der einzige Österreicher beim Laver Cup. Er spielte für Team Europe bei den ersten beiden Austragungen. 2017 in Prag gewann er sein Einzel gegen John Isner und steuerte einen Punkt zum Sieg von Team Europe bei. 2019 in Genf gewann sein Auftaktmatch gegen Denis Shapovalov und verlor dann gegen Taylor Fritz.

9. Wo und wann wird der Laver Cup gespielt?

Der Bewerb findet jährlich statt und wechselt zwischen Europa und dem Rest der Welt. Seit 2017 wurde unter anderem …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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