Vom Fußballplatz in die Datingshow und zurück

Sport

Von Fabio Tartarotti 

Aktuell kann man im Schweizer TV mitverfolgen, wie Daniel Fischer, selbst ernannter „#1 Sunnyboy Österreichs“, versucht, „Bachelorette“ Ariel für sich zu gewinnen. Doch wenn Daniel nicht gerade im Fernsehen um das Herz einer Frau wirbt, dann geht er seiner ersten und wahren Liebe nach – dem Fußballspielen. 

Seit dieser Saison ist Daniel einer der absoluten Leistungsträger des SC Höflein in der niederösterreichischen 1. Klasse Ost. Hinter ihm liegt eine außergewöhnliche Sportlerkarriere. In seinem Heimatort Bruck/Leitha wurde Daniels Talent früh erkannt. Er durchlief das Akademieprogramm von St. Pölten und erfüllte sich dort einen Lebenstraum: Mit 17 unterschrieb er  seinen ersten Profivertrag. Als Innenverteidiger spielte er zunächst für die zweite Mannschaft in der Regionalliga, schaffte aber den Sprung in die Bundesliga nicht. 

„Mit 20 habe ich mir dann gedacht: Was mache ich jetzt?  Nach drei Saisonen habe ich immer noch keinen Bundesliga-Einsatz.“ Was der abenteuerlustige Daniel aber hatte, war ein Angebot aus den USA – ein Vollstipendium für Fußballspieler. Er wechselte ans Young Harris College im Bundesstaat Georgia, wo der Industrieviertler sowohl für seine akademischen als auch sportlichen  Leistungen als „All-American“ ausgezeichnet wurde. „Einerseits konnte ich meinen Traum als Profikicker weiterverfolgen und nebenbei ein Wirtschaftsstudium abschließen und damit meine Eltern stolz machen.“ 

Nach der Zeit am College folgten mehrere Probetrainings bei MLS-Teams. Daniel unterschrieb beim Saint Louis FC in der zweiten Liga, seine erste Saison sollte aber der Coronaepidemie zum Opfer fallen. Es folgten Komplikationen mit  dem Management, dem Arbeitsvisum und Vereinslosigkeit. Nach insgesamt fünf Jahren kehrte Daniel aus den USA zurück und fasste wieder in der  vertrauten Regionalliga Ost Fuß. Dort spielte er bei Bruck/Leitha, Leobendorf und Neusiedl/See. In dieser Zeit eröffnete sich unerwartet sein zweiter Karriereweg. 

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„Match in Paradise“

„Plötzlich kam eine Anfrage, am Datingformat ‚Match in Paradise‘ teilzunehmen. Ich hatte nie damit gerechnet, mal im Reality-TV mitzumachen, aber ich war offen und habe mir gedacht: ‚Wieso nicht?‘“ Daniel kam beim Publikum und beim Sender gut an. Mittlerweile hat er fünf Formate absolviert und ist ein gefragter Mann im Reality-Business. „Ich bin sehr dankbar, jahrelang das Profi-Dasein erleben zu dürfen, und dann hat sich diese neue Tür für eine Karriere eröffnet, die mir aktuell richtig Spaß macht.“ 

Daniels Prioritäten verschoben sich  und so kam es zum Wechsel ins niederösterreichische Unterhaus. „Ich bin total glücklich in Höflein. Der Leistungsdruck ist weniger und ich habe wieder richtig viel Spaß am Sport. Und wenn mal eine Show-Anfrage kommt, dann darf ich auch während der Saison daran teilnehmen – das war meine Bedingung an den Verein.“ Kürzlich steuerte Daniel beim Derbysieg gegen Göttlesbrunn einen Doppelpack bei.  Ein Regionalliga-Comeback schließt der 29-Jährige aber aus. Vielleicht winkt eines Tages das Dschungelcamp? 

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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