
David Alaba setzt seine Karriere in der italienischen Serie A fort. Österreichs Fußball-Teamkapitän unterschrieb am Donnerstag bei Udinese Calcio einen Einjahresvertrag bis 30. Juni 2027. Der 34-jährige Innenverteidiger war nach dem Ende seines Vertrags bei Real Madrid vereinslos und deshalb von ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick auch nicht für die ersten Spiele der am Donnerstag beginnenden Nations League nominiert worden.
„Ich habe in meiner Karriere viel erlebt und viel gewonnen, aber eines hat sich nicht geändert: Ich will wieder gewinnen. Ich will wieder im Wettkampf stehen. Und ich will wieder etwas Besonderes erreichen. Diese Mentalität bringe ich zu Udinese mit“, erklärte Alaba. „Ich freue mich sehr auf diese Herausforderung und habe mir selbst noch viel zu beweisen.“
Nach Deutschland und Spanien ist Italien das dritte große Fußball-Land, in dem Österreichs erfolgreichster Profi aktiv sein wird. Alaba gewann in seiner Laufbahn weit über 30 Titel, darunter viermal die Champions League (zweimal mit Bayern München, zweimal mit Real Madrid), wobei er im Finale 2024 verletzungsbedingt fehlte. Grund dafür war eine im Dezember 2023 erlittene schwere Knieverletzung, die ihn zu einer über einjährigen Pause zwang, weshalb er auch die EURO 2024 versäumte. Es folgten mehrere Blessuren, die den Wiener immer wieder aus der Spur warfen. In der abgelaufenen Saison bestritt er nur elf Einsätze in der spanischen Liga. Bei der WM in Nordamerika war Alaba dabei und stand in allen vier Spielen von Beginn an auf dem Rasen.
Teamcomeback im November?
Ins aktuelle ÖFB-Aufgebot wurde der Abwehrspieler nicht nominiert. Teamchef Rangnick erklärte bei der Kaderbekanntgabe vor eineinhalb Wochen, er hoffe, dass Alaba schnell einen neuen Verein finde. Da dies nun gelungen ist, erscheint ein ÖFB-Comeback Mitte November möglich, sofern Alaba keine körperlichen Probleme hat und Spielpraxis sammeln kann.
Der Wiener bringt viel Erfahrung nach Udine mit. Alaba wechselte mit 16 Jahren von der Wiener Austria zu den Bayern nach München, wo er als linker Außenverteidiger zu einem Weltklassespieler reifte. Nach zehn Meistertiteln in Deutschland wechselte er im Juli 2021 zum nächsten Topclub und holte auch mit Real Madrid zweimal den nationalen Meistertitel. Dreimal wurde er zu Österreichs Sportler des Jahres gewählt, zehnmal zum Fußballer des Jahres.
Defensive von Udinese als Schwachstelle
Mit seiner Routine soll er nun helfen, die Mannschaft des in Wien geborenen deutschen Trainers Kosta Runjaic zu stabilisieren. Udinese war auf der Suche nach Verstärkung in der Abwehr, da mit dem ehemaligen Salzburg-Profi Oumar Solet und Talent Matteo Palma zwei Verteidiger zuletzt verletzt ausfielen. Zudem war die Defensive in der noch jungen Saison bei elf Gegentoren in fünf Runden eine Schwachstelle, wobei fast die Hälfte davon beim 3:5 gegen Meister Inter fielen. Vier Punkte aus fünf Spielen und Rang 13 sind die Ausbeute bisher.
„Natürlich möchte ich meine Erfahrung in die Kabine einbringen, Verantwortung übernehmen und helfen, wo immer es geht, besonders den jüngeren Spielern. Ich komme aber nicht hierher, um nur der erfahrene Spieler im Team zu sein, und ich komme definitiv nicht, um meine Karriere hier zu beenden. Dafür bin ich noch zu ehrgeizig und glaube fest an meine Fähigkeiten auf dem Platz. Ich möchte mich weiterentwickeln, Woche für …read more
Source:: Kurier.at – Sport



