Warum mich das ÖFB-Team mit den zwei Siegen überrascht hat

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Österreichs Nations-League-Gruppe ist sicher nicht die stärkste, trotzdem musst du erst einmal so starten. Gegen Israel war das Spiel zäh, aber das Ergebnis steht über allem. Und man muss die Moral der Spieler mit den zwei späten Toren hervorheben. Gegen Kosovo war es spielerisch dann schon viel besser. Für mich kam das fast ein bisschen überraschend, muss ich zugeben.

Warum überraschend? Ganz einfach, weil sich im Vergleich zum letzten Spiel viel getan hat. Marko Arnautovic ist zurückgetreten, mit David Alaba, Marcel Sabitzer, Christoph Baumgartner oder Konrad Laimer fehlten mehrere wichtige Stützen. Da hat sich auch in der Team-Hierarchie eine Menge verändert. Deshalb war es für mich alles andere als selbstverständlich, dass wir diese beiden Spiele gewinnen.

Das Feuer ist da

Es hat mich auch sehr gefreut, dass das Happel-Stadion fast voll war gegen den Kosovo. Auch das war nach der WM nicht unbedingt zwingend zu erwarten. Auch beim Tag des Sports, wo Ralf Rangnick und die Spieler gefeiert wurden, hat man gesehen: Das Feuer ist da. Und Siege helfen natürlich, es am Brennen zu halten.

Die Heimserie hat Österreich ausgebaut, jetzt geht es nach Dublin. Auswärtsspiele sind noch einmal eine andere Sache. Aber die Leistung gegen den Kosovo macht Hoffnung, dass Österreich auch in Irland gewinnen kann. Obwohl man unterm Strich sicher auch mit einem Unentschieden gut leben könnte.

Ein Grund, warum man positiv in die rot-weiß-rote Zukunft schauen kann, sind sicher auch die neuen Spieler, die der Teamchef bei diesem Lehrgang dabei hat. Allen voran Tormann Christian Zawieschitzky. Mit seinen erst 19 Jahren strahlt er eine unglaubliche Ruhe aus, agiert aber auch rotzfrech. Auf gut Deutsch: Er scheißt sich nix. Für mich bringt er alles mit für eine große Karriere. Er könnte schon bald Österreichs fixe Nummer eins sein.

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David Affengruber ist jetzt nicht der klassische Debütant, aber sicher eine Bereicherung und mit ein Grund, warum wir uns in der Verteidigung keine Sorgen machen müssen. Genau wie Nikolas Veratschnig. Ich war skeptisch, als ich gehört habe, er geht zu Salzburg. Da habe ich mich verschätzt. Er kann in Zukunft eine wichtige Option auf der Außenverteidigerposition sein, ein Spieler, der dort auch ausgebildet wurde und die Position auch gerne spielt.

Über Vasilije Markovic muss man nicht viele Worte verlieren. Er hat eine große Zukunft vor sich. Jetzt war er sicher auch dabei, damit ihn die Serben dem ÖFB nicht wegschnappen können. Aber das ist für ihn ja sowieso kein Thema, wie ich gehört habe. Auch ein Spieler wie Christoph Lang könnte mit seiner Dynamik dem Team langfristig helfen. Sehr gefreut habe ich mich für Sascha Horvath, der in Linz vor „seinen“ Fans debütieren durfte. Das hat er sich verdient. Mit 30 ist er aber nicht mehr der Jüngste, ich glaube nicht, dass er dem Team auf lange Zeit helfen kann.

Marc Janko ist Fußball-Experte bei Sky – der 43-Jährige spielte 70 Mal für das Nationalteam und erzielte 28 Tore.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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