Rennweger SV: Eine Institution feiert 125. Geburtstag

Sport

Von Lukas Bergmann

Es gibt nicht viele Vereine in Wien – und auch in ganz Österreich –, die älter sind als der Rennweger SV. Nur vier Vereine liegen im Ranking vor Rennweg. Seit 1901 besteht das Aushängeschild des dritten Bezirks.

Dabei zeigte der Verein vor allem zu Beginn des 20. Jahrhunderts seine Wichtigkeit für Fußball-Österreich. Die Rennweger Legende Ferdinand Wesely schoss den Verein in der Saison 1919/20 zum Meistertitel der dritten Klasse Ost – Rapid erkannte das Talent und verpflichtete ihn. In den folgenden Spielzeiten lief Wesely 40-mal für das österreichische Nationalteam auf und holte mit den Hütteldorfern vier Meistertitel.

​In der Vereinsgeschichte gab es natürlich auch reichlich Anekdoten, die heute kaum noch vorstellbar wären: In der Saison 1911/12 spielte Rennweg in der zweithöchsten Spielklasse und kürte sich zum Meister – das dachte der Verein zumindest. Die Konkurrenz war jedoch mit der Leistung von Rennweg nicht einverstanden und legte Protest ein, weil die Maße des Platzes angeblich zu klein waren. Daraufhin schaltete sich das Magistrat ein und überprüfte den Einwand. Das Urteil: Der Platz war tatsächlich um einen Meter zu klein. Alle Spiele des Rennweger SV wurden mit 0:3 strafverifiziert und der Verein musste in die dritte Liga absteigen.

​In der Gegenwart sieht die sportliche Realität eher trist aus. Die größten Erfolge der Vergangenheit liegen weit zurück. Aktuell belegt der Verein Platz drei in der Oberliga A. Die Ambitionen hingegen sind klar: In den nächsten Jahren möchte man in der 2. Landesliga Fuß fassen.
​Bis dahin ist der Weg allerdings noch weit. Das merkten die Rennweger auch am Freitag gegen Bhf Favoriten: Unter den Argusaugen von Ehrengast Herbert Prohaska konnten die Rennweger keine Punkte im dritten Bezirk behalten. Da hat auch „Schneckerls“ Aura nichts am Ergebnis ändern können.

  Warum die Rapid-Leistung Hoff Thorup glücklicher macht als der Sieg

Das hielt den Verein jedoch nicht vom Feiern ab. Am Samstag kickten unter anderem die Vereinslegenden gegeneinander. Unter den Spielern war auch Erich Hohenberger – Präsident des Rennweger SV und Bezirksvorsteher. Er schwärmt vor allem von der neuen Sportanlage in der Grasbergergasse: „Nach vielen Gesprächen konnten wir hier gemeinsam mit der MA 51 eine Sportanlage errichten, die nicht nur eine Meisterschaftsanlage ist. Auf dem Platz kann auch die Jugend spielen. Wenn ich sehe, wie es hier unter der Woche mit den Mannschaften wurlt, dann geht mir das Herz auf!“ ​Die Hoffnung der Fans und Funktionäre ist eindeutig: Dieser Verein soll noch weitere 125 Jahre bestehen.

…read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.