Langjähriger „Jedermann“-Regisseur Gernot Friedel tot

Kultur

Der österreichische Theater-, Film- und Fernsehregisseur Gernot Friedel, in der breiten Öffentlichkeit vor allem für seine langjährige Regie (1984-2001) beim „Jedermann“ der Salzburger Festspiele bekannt geworden, ist tot. Er starb am Samstag im Alter von 85 Jahren im Kreise der Familie in Wien. Das gab seine Familie am Montag gegenüber der APA bekannt. Die Beerdigung soll im kleinen Kreis in Innsbruck stattfinden.

Gernot Friedel wurde am 26. Februar 1941 in Klagenfurt geboren. Er wuchs in Innsbruck auf und studierte am Salzburger Mozarteum und am Max Reinhardt Seminar in Wien. Zunächst wurde er Regieassistent, u.a. von Ernst Haeusserman, von dem er 1984 die Regie im „Jedermann“ übernahm, damals mit Klaus Maria Brandauer in der Titelrolle. Er verantwortete zwei Neuinszenierungen des berühmten „Spiels vom Sterben des reichen Mannes“ am Domplatz, 1990 mit Helmuth Lohner, 1995 mit Gert Voss als Jedermann. 1999 bis 2001 stieg Ulrich Tukur in die bestehende Inszenierung ein.

Friedel arbeitete u.a. auch am Burgtheater, im Theater in der Josefstadt (wo er etwa den „Bockerer“ in Szene setzte), an der Volksoper Wien (etwa bei Gottfried von Einems „Dantons Tod“) und an der Deutschen Oper Berlin. 2003 sprang er bei den Seefestspielen Mörbisch als Regisseur der Lehár-Operette „Giuditta“ ein. Zudem führte er Regie in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen. 1991 erhielt er für seinen Film „Das Ende einen langen Winters“ den Erich-Neuberg-Preis, 2001 das Goldene Ehrenzeichen des Landes Salzburg.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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